Kilometerlange weiße Sandstrände im Süden, eine spektakuläre Dünenlandschaft vor der Kulisse von Lobos im Norden, eine stille, herbe, urwüchsige Weite mit alten Vulkankegeln im Herzen der Insel und eine atemberaubende Steilküste im Westen – das sind die landschaftlichen Attraktionen, die sich den Besuchern der zweitgrößten und ältesten Insel des Archipels auf den ersten Blick präsentieren.

Die touristische Hauptattraktion der Insel sind natürlich ihre ausgedehnten, weißen Sandstrände – über 150 Kilometer insgesamt – die zu den schönsten Europas zählen. Im Norden, vor der Hafenstadt Corralejo, bietet das Naturschutzgebiet Parque Natural de Corralejo mit seinen großen Sanddünen ein fantastisches Panorama vor türkisblauem Meer, mit dem Inselchen Lobos und Lanzarote im Hintergrund.

Im Süden liegen die Playas de Sotavento de Jandía, die zusammen den längsten Strand Fuerteventuras ausmachen: Rund 25 Kilometer feiner, weißer bis goldgelber Sand zwischen Costa Calma und Morro Jable. Die zahlreichen Hotels dort haben sich auf Familien, Paare oder Singles spezialisiert, und Sonnenanbeter kommen ebenso auf ihre Kosten wie Sportbegeisterte.

Faro de Jandía

Der Leuchtturm Faro de Jandía am südwestlichsten Punkt der Halbinsel ist seit 1864 in Betrieb und beherbergt heute ein kleines Museum. Die Ausstellung informiert über die Meeresbiologie rund um Fuerteventura und präsentiert als Highlight das Skelett eines gestrandeten jungen Pottwals (nach oben schauen, es hängt an der Decke!). Überwältigend ist jedoch das Panorama: Die karge, schroffe Landschaft Jandías im Rücken und der 300°-Blick auf die offene See. Ein Stück ‚Zivilisation’ bietet der winzige Ort Puertito de la Cruz, der sich einige hundert Meter östlich des Leuchtturms befindet.

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Playa de Cofete

Cofete Roque del Moro. Foto: CABILDO DE FUERTEVENTURA

Der Strand von Cofete im Südwesten gilt als einer der schönsten der Insel. Es gibt nur eine Zufahrt, über Sandpisten durch die Berge, und vielleicht ist dies ein Teil des wildromantischen Zaubers, dem der Besucher beim Anblick der Playa de Cofete erliegt. Der feinsandige, hellgelbe Strand zieht sich in einer leichten Biegung kilometerlang Richtung Norden und trennt das offene Meer vom rauen Bergmassiv Jandías. In der Ferne sieht man die kleine Halbinsel El Islote, dahinter den Playa Barlovento genannten Strandabschnitt.

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Ermita de la Peña

Die kleine Wallfahrtskapelle, die einst zu Ehren der Schutzheiligen der Insel in der Felsschlucht Barranco de Las Peñitas errichtet wurde, ist ein lohnendes Ziel am Ende eines der schönsten Wanderwege Fuerteventuras. Von der Ortschaft Vega de Rio Palmas aus folgt man dem breiten ausgetrockneten Flusslauf bis zum verlandeten Stausee Presa de Las Peñitas. An dessen Ufer führt der Weg bis zur Ermita, die nach wie vor Anlaufstelle für gläubige Bittsteller ist.

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Mirador Morro Velosa

Einer der schönsten Aussichtspunkte ist das ursprünglich von César Manrique geplante runde, mit großen Panoramafenstern versehene Gebäude auf dem 645 m hohen Berg Tegú zwischen dem Valle de Santa Inés und Betancuria. Der Mirador Morro Velosa beherbergt eine kleine Ausstellung über die Inselgeologie und ein kleines Bistro mit günstigem Kaffee und Kuchen. Das eigentlich Interessante aber ist die, bei gutem Wetter, atemberaubende Aussicht über Fuerteventura. Öffnungszeiten: Di-Sa., 10-18 Uhr.

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Casa Mané

In La Oliva, der alten Hauptstadt der Insel, gibt es gleich zwei Ausstellungsorte, die einen Besuch lohnen. Im Zentrum für Kanarische Kunst, nach seinem Gründer auch Casa Mané genannt, findet man die umfangreichste und schönste Sammlung kanarischer zeitgenössischer Kunst und Kultur. In den Gebäuden sind Dauer- und Wechselausstellungen untergebracht, die Arbeiten von Bildhauern wurden unter freiem Himmel zwischen aromatisch duftenden Pflanzen der Kanaren gezeigt.

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Casa de Los Coroneles

In der Casa de los Coroneles, dem Haus der Obristen, residierten Anfang des 18. Jahrhunderts die Militärgouverneure der Insel. Die Balkone aus Pinienholz sind mit schönen Schnitzereien verziert, und es heißt, der imposante Bau hätte einst „mehr Fenster als das Jahr Tage“ gehabt. Auch die Räumlichkeiten zeugen von einstiger Pracht und dem Reichtum ihrer Bewohner. In ihnen werden heute Dauer- und Wechselausstellungen präsentiert. Öffnungszeiten: Di-Sa., 10-18 Uhr

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Faro de el Tostón

Der Leuchtturm liegt nördlich von El Cotillo und markiert die Nordwest-Spitze Fuerteventuras. Seine Besonderheit sind die drei Türme, von denen heute jedoch nur noch einer in Betrieb ist. In dem angrenzenden Flachbau ist das schön gestaltete, interessante Fischereimuseum untergebracht, in dem eindrucksvoll das beschwerliche Alltagsleben der Fischer gezeigt wird. Die zweite Attraktion dieses Ortes ist die bezaubernde Aussicht über die kleinen Buchten aus Lavagestein mit ihrem weißen Sand und dem türkisblauen Wasser bis hin zur Nachbarinsel Lanzarote. Auch El Cotillo selbst, heute Surferdomizil, ist einen Besuch wert, seine kleinen Gässchen, seine guten Restaurants und seit Kurzem auch die beeindruckenden großformatigen Fotowände, auf die man hinter mancher Straßenbiegung unvermittelt trifft.

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Ecomuseo La Alcogida

Das Freilichtmuseum in Tefía ist ein ganzer, altkanarischer Ort, dessen liebevoll und detailgetreu restaurierte Bauernkaten und Herrenhäuser das Inselleben der Majoreros vor der Zeit des Tourismusbooms veranschaulichen. Steinmetze, Korbflechter, Stickerinnen und Bäcker lassen die Besucher live am Alltag teilhaben. Geöffnet Di.-Sa. 10.00-18.00 Uhr Tel. 928 175 434

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Käsemuseum

Foto: CABILDO DE FUERTEVENTURA

Ziegenkäse ist auf Fuerteventura ein Stück Inselgeschichte und ein Landwirtschaftsprodukt, das schon in vorspanischer Zeit von großer Bedeutung für die Inselbewohner war. Es ist überliefert, dass schon die Ureinwohner Fuerteventuras, die Mahos, Ziegen hielten und Käse herstellten, welcher eine wichtige Rolle in der Ernährung dieses Volkes spielte. Heute ist die Käseproduktion auf der Insel nach wie vor eine wichtige, wirtschaftliche Sparte, und das Produkt wird nicht nur auf Fuerteventura hoch geschätzt. Bereits vor einigen Jahren wurde im Cabildo der Insel der Entschluss gefasst, diesem wichtigen Inselerzeugnis ein Museum zu widmen. Dieses Museum wurde nun in der ehemaligen Windmühle von Antigua eröffnet. Das „Museo del Queso de Fuerteventura“ führt den Besucher durch die Geschichte der Ziegenzucht auf der Insel und der Käseherstellung. Die Ausstellungsfläche ist etwa 500 qm groß. In verschiedenen Sprachen werden die Besonderheiten der Viehzucht auf der Insel erklärt, die durch Klima, Fauna und Flora beeinflusst wird. In einem angeschlossenen Shop können alle möglichen Käsesorten gekauft werden. Auf diese Weise wird den rund 50 Käsereien der Insel auch die Möglichkeit gegeben, mit ihren Produkten die Museumsbesucher zu erreichen. Die Ausstellung ist in drei Bereiche unterteilt: „Die Insel Fuerteventura. Herkunft und Leben“, „Die Ziege von Fuerteventura. Queso majorero“ und „Besonderheiten und Siegel des Käses von Fuerteventura“. Das Käsemuseum in Antigua ist von Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Tel. 928 878 041.

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Museo de la Sal

Foto: CABILDO DE FUERTEVENTURA

Das Salzmuseum liegt direkt an den Salinen „Salinas del Carmen“ in Antigua, die um 1910 angelegt wurden und nach wie vor zur Gewinnung des „weißen Goldes“ aus dem Meer genutzt werden. Man erfährt alles rund um das Naturprodukt und kann es vor Ort kaufen. Geöffnet Di.-Sa. 10.00-18.00 Uhr Tel. 928 174 926

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Ausflug nach Lobos

Foto: FOTOSAEREASDECANARIAS.COM

In der Meerenge „La Bocaina“ zwischen Fuerteventura und Lanzarote liegt die knapp fünf Quadratkilometer große Insel Lobos. Die heutige Insel ist vor 6000 Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden und durch den Anstieg des Meeresspiegels von Fuerteventura getrennt worden. Lobos steht seit 1982 unter Naturschutz. Seinen Namen erhielt das Inselchen im 15. Jahrhundert wegen der Mönchsrobben, die dort lebten und die Seefahrer mit Fleisch, Fett und Fellen versorgten. Die Seefahrer, die auf der Insel anlegten, nannten die Robben Seewölfe. Wolf heißt im Spanischen Lobo. Heute ist Lobos ein beliebtes Ausflugsziel. Von Corralejo bringen verschiedene Boote Touristen auf die Insel.

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