Wandern und entdecken

Auf über 25 km Länge stehen sie im Halbkreis aufgereiht und schauen auf das hinunter, was ihnen 200 – 500 m tiefer zu Füßen liegt. Man müsste hoch fliegen, um sie alle gleichzeitig auf ein Foto zu bekommen. Zwischen 30 und 40 Gipfel und Spitzen umfassen hufeisenförmig die Cañadas del Teide. Ihren Namen nach sind sie männlich und heißen El Cabezón, El Sombrero, El Roque del Cedro oder El Topo de la Grieta – fast alle. Denn zwei der imposantesten – La Fortaleza und La Guajara – sind eindeutig weiblich, allen Übersetzungsfehlern, die von „dem Fortaleza“ und „dem Guajara“ sprechen, zum Trotz. Man spricht in den Alpen ja auch nicht von „dem Jungfrau“ oder „dem Rote Flüh“. Die Frauenquote unter den Bergen ist allerdings auch auf Teneriffa klein. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vor etwa 170.000 Jahren in kürzester Zeit entstanden sind. Ein Tag nur möglicherweise, wahrscheinlich etwas mehr. In geologischen Zeiträumen spielt diese kleine Ungenauigkeit keine Rolle. Sie sind die Überreste und letzten Zeugen eines Berges, den es einmal gab, der sie um mindestens 1000 m überragte, von dem wir uns aber nur ein sehr ungenaues Bild machen können. Seine Trümmer liegen im Atlantik vor Icod de los Vinos; denn dorthin ist er damals hinuntergestürzt, der Vorgänger des Pico del Teide, den die Forscher Prä-Caldera-Vulkan nennen, weil er sich vor Entstehung der heutigen Caldera dort erhob. Auf unserem Weg können wir uns mit Einigem beschäftigen, was von diesem vergangenen Riesen zurückblieb.

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Der Fisch und der Karneval

Teneriffas Botschafter für den Karneval 2016 ist ein Harlekin-Fisch. Kurz vor Mitternacht am 26. September wurde auf der zentralen Plaza de La Candelaria in Santa Cruz im Rahmen des Stadtfestes „Plenilunio“, das Zehntausende Besucher in die Hauptstadt gelockt hatte, das Karnevalsplakat 2016 vorgestellt, mit dem im In- und Ausland für den weltberühmten „Carnaval“ der Insel geworben werden soll.

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