Zum ersten Mal in der Geschichte der spanischen Demokratie ist es einem Präsidentschaftskandidaten nicht gelungen, zumindest bei der zweiten Abstimmung zur Einsetzung die erforderliche einfache Mehrheit für sich zu erreichen.
Für den Sozialisten Pedro Sánchez stimmten allein die Abgeordneten seiner Partei PSOE, der liberalen Ciudadanos und CC, während PP und Podemos gegen ihn votierten.
Nachdem König Felipe zunächst keinen Kandidaten beauftragt hat, verhandeln die Parteien nun erneut über mögliche Bündnisse. Aufgrund der starken Fragmentierung des Parlaments wird es schwierig sein, eine Mehrheit zu vereinen. Neuwahlen sind weiterhin nicht ausgeschlossen.
Spanien
Volksanwältin präsentiert Jahresbericht 2015
Die Volksanwältin Soledad Becerril hat den Jahresbericht ihrer Institution an den Präsidenten des spanischen Kongresses, Patxi López, übergeben.
Castor kostete bislang 1,7 Milliarden Euro
Das Erdgaslager Castor, das während der Probephase Erdstöße verursachte, hat den Staat bislang 1,7 Milliarden Euro gekostet, wie dieser Tage bekannt wurde.
Kraftstoffpreise im Keller
Der Bruttogewinn des Kraftstoffhandels ist im vergangenen Jahr um etwa 3% auf 17 Cent pro Liter angestiegen, wie das spanische Kartellamt (Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia, CNMC) dieser Tage bekannt gab.
Korruption: Schulkinder lernen in Baracken
Im Jahr 2000 wurde in Valencia ein Unternehmen der öffentlichen Hand namens Ciegsa gegründet, welches 277 Grundschulgebäude für eine Gesamtinvestitionssumme von einer Milliarde Euro errichten sollte. Tatsächlich aber wurde die Hälfte dieser Schulen nicht gebaut, und Baracken-Komplexe, welche als Provisorium errichtet wurden, sind nun in ständiger Nutzung.
Neulinge in der Warteschleife
Der Start in die elfte Legislaturperiode ist für die 350 Abgeordneten und 250 Senatoren von Unsicherheit und Provisorien geprägt.
Frauen im Abseits
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Verlauf des Jahres 2015 laut EPA, der vierteljährlichen Umfrage zur Beschäftigung des Nationalen Statistikinstituts, um 678.000 Personen zurückgegangen.
Schwarzmalerei
Jorge Fernández, bisheriger Innenminister im Kabinett Rajoy, versucht sich ebenso wie sein Chef Mariano Rajoy in der Schwarzmalerei.
Treuer Fan
Plácido Domingo, spanischer Tenor von Weltruf, konnte kürzlich seinen 75. Geburtstag feiern – dreimal fünfundzwanzig – wie er scherzhaft erklärte.
Ein würdiges Ende
Rosa Díez, die Gründerin der liberalen UPyD – Union für Fortschritt und Demokratie -, die vor einigen Tagen ihren Austritt erklärt hat, verlangt für die Partei, die unter einer schweren Krise leidet und in der Auflösung begriffen ist, ein würdiges Ende.








