Die Veröffentlichung von Ediciones Remotas wird am 23. April um 19:00 Uhr im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt, an der das verantwortliche Redaktionsteam teilnehmen wird.
Las Palmas de Gran Canaria, 20. April 2026. – Die Casa de Colón veranstaltet am 23. April um 19:00 Uhr die Präsentation des Buches „Fachico. Das fotografische Vermächtnis von Francisco Rojas Fariña“, einer Veröffentlichung des Verlags Ediciones Remotas anlässlich des hundertsten Geburtstags von Francisco Rojas Fariña (1926–2007), einer der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Fotografie auf den Kanarischen Inseln.
Details zur Veranstaltung
Die Veranstaltung, die anlässlich des Tages des Buches stattfindet, umfasst ein offenes Gespräch zwischen Gemma Medina und Odesa Campos, den Kuratorinnen der Ausstellung „Fachico 100 Jahre: Sensibilität und gesunder Menschenverstand“, die in der Casa de Colón zu sehen ist, sowie dem Fotografen und Herausgeber Rubén Acosta, einem Mitglied des Redaktionsteams der Publikation. In diesem Gespräch werden sowohl die Bedeutung von Fachicos Werk als auch der Entstehungsprozess dieses Bandes thematisiert, der sich von einem Ausstellungskatalog zum ersten Monografieband entwickelt hat, der sich vollständig seinem fotografischen Schaffen widmet.
Ein Gedenkprojekt
Das Projekt wurde vom Cabildo de Gran Canaria in Zusammenarbeit mit Ediciones Remotas im Rahmen der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum und des institutionellen Engagements für die Erhaltung, Erforschung und Verbreitung des Fotoarchivs Rojas-Hernández produziert. Die Bildauswahl erfolgte durch Gemma Medina und Odesa Campos, während Rubén Acosta und Mario Ferrer für die Herausgabe verantwortlich waren.
Die Publikation erscheint parallel zu der genannten Ausstellung, die im Rahmen der Arbeit von Axioma, Laboratorio de mediación artística, initiiert wurde und mehr als hundert Bilder umfasst, die hauptsächlich in den 1960er und 1970er Jahren entstanden sind – einer Schlüsselperiode im Wandel des Archipels.
Diese Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum und versteht sich als Raum der Reflexion über Fachicos fotografischen Blick und seine Rolle bei der Konstruktion des visuellen Gedächtnisses des Archipels.
Das Vermächtnis von Fachico
Ursprünglich als Ausstellungskatalog konzipiert, hat sich das Verlagsprojekt zu einem monografischen Nachschlagewerk entwickelt, das eine umfassendere und tiefere Betrachtung des Vermächtnisses des Fotografen ermöglicht. Das Buch versammelt eine sorgfältige Auswahl an Bildern, die einen Überblick über verschiedene Schaffensphasen bieten und seine Fähigkeit hervorheben, die sozialen, wirtschaftlichen und landschaftlichen Veränderungen der Kanarischen Inseln im 20. Jahrhundert mit Sensibilität und Präzision zu dokumentieren.
Fachicos Archiv, bestehend aus rund 249.000 fotografischen Aufnahmen, stellt eine der wichtigsten Bildsammlungen dar, um die jüngste Entwicklung der Kanarischen Inseln zu verstehen, und umfasst Szenen des Alltagslebens, der ländlichen Welt, der städtischen Modernisierung und des Einbruchs des Tourismus.
Dieses bedeutende Ausstellungs- und Verlagsprojekt wurde von der FEDAC, einer Einrichtung des Cabildo von Gran Canaria, in Zusammenarbeit mit der Casa de Colón im Rahmen einer Strategie zur Aufwertung des fotografischen Erbes der Inseln gefördert.
Die Ausstellung ist bis zum 3. Mai für die Öffentlichkeit zugänglich und kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Zentrums besucht werden. Der Eintritt sowohl zur Ausstellung als auch zur Buchvorstellung ist kostenlos, solange Platz vorhanden ist.
Über Francisco Rojas Fariñas (Fachico)
Francisco Rojas Fariña (1926–2007), im Volksmund als Fachico bekannt, verdankt seinen Spitznamen einer auf den Kanaren üblichen liebevollen Abkürzung von „Francisco“, die schließlich zu seinem Künstlernamen wurde. Als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Fotografie auf den Kanarischen Inseln im 20. Jahrhundert schuf er ein Werk, das sich auf die Dokumentation des Alltagslebens und die tiefgreifenden sozialen, wirtschaftlichen und landschaftlichen Wandlungsprozesse des Archipels konzentrierte.
Sein Blick, nah und direkt, verstand es, sowohl das Fortbestehen von Traditionen als auch das Einbrechen der Moderne einzufangen und bot so ein wertvolles visuelles Zeugnis einer Gesellschaft im Wandel. Sein fotografisches Vermächtnis ist heute eine unverzichtbare Referenz für das Verständnis der jüngeren Geschichte der Kanarischen Inseln und Teil des kollektiven Bewusstseins mehrerer Generationen. [Cabildo de Gran Canaria]


