Das MUNA veranstaltet am 19. und 21. Mai die Tagung „Gewalt in der Antike: der Kontext der Ureinwohner der Kanarischen Inseln“

Die Tagung befasst sich mit den verschiedenen Formen von Gewalt in antiken Gesellschaften, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Ureinwohnern der Kanarischen Inseln liegt. Sie wird vom Kanarischen Institut für Bioanthropologie und dem Archäologischen Museum von Teneriffa organisiert und findet im Museum für Natur und Archäologie (MUNA) statt.

Der Minister für Kultur, Museen und Sport der Inselregierung von Teneriffa, José Carlos Acha, betont, dass diese Tagung es ermöglicht, der Öffentlichkeit archäologische und bioanthropologische Forschungen von großem Interesse näherzubringen, um die historische Realität der Ureinwohner der Kanarischen Inseln besser zu verstehen, und dabei einen fundierten und multidisziplinären Blickwinkel bietet.

Ziel ist es, Räume für die Reflexion über komplexe Phänomene wie Gewalt, Macht oder soziale Organisation in konkreten historischen Kontexten zu schaffen, ohne eine vereinfachte oder stereotype Sicht auf die Vergangenheit zu vermitteln.

Programm und Referenten

Die Tagung bringt Fachleute zusammen, die sich mit Fragen im Zusammenhang mit physischer Gewalt, territorialen Konflikten, Machtverhältnissen und historischen Interpretationen der indigenen Vergangenheit der Kanaren befassen.

Zu den Themen gehören insbesondere traumatische Spuren an Knochenresten, soziale Konfliktdynamiken und symbolische Darstellungen von Gewalt.

Das Programm umfasst die Teilnahme von Forschern und Konservatoren verschiedener Institutionen, darunter Conrado Rodríguez-Maffiotte Martín, Javier Velasco Vázquez, Teresa de Jesús Delgado Darias, Verónica Alberto Barroso, Alberto Jesús Martín Rodríguez, María Candelaria Rosario Adrián und Sarah Delgado Luis.

Details zur Tagung

Am Dienstag, dem 19. Mai, findet im Anschluss an die Eröffnung der Vortrag „Aggression, Identität und Konfliktkontexte: soziale Lesarten von Gewalt in der Frühgeschichte der Kanarischen Inseln“ von Javier Velasco Vázquez statt. Es folgt der Vortrag „Zeiten und Schauplätze physischer Gewalt bei den indigenen Bevölkerungsgruppen der Kanarischen Inseln: Konvergenzen und Divergenzen“ von Teresa de Jesús Delgado Darias. Den Abschluss bildet der Vortrag von Verónica Alberto Barroso mit dem Titel „Archäologie und Kulturerbe. Die anderen Gesichter der Gewalt bei der indigenen Bevölkerung der Kanarischen Inseln“.

Am Donnerstag, dem 21. Mai, spricht Conrado Rodríguez-Maffiotte Martín über „Körperliche Gewalt: das osteologische Zeugnis“. Anschließend wird „Spuren der Gewalt: traumatische Zeugnisse bei der Guanche-Bevölkerung von Teneriffa“ von Alberto Jesús Martín Rodríguez, María Candelaria Rosario Adrián und Sarah Delgado Luis vorgestellt.

Die Tagung ist bei freiem Eintritt bis zur Erreichung der maximalen Teilnehmerzahl zugänglich und ist Teil der Woche zum Internationalen Tag der Museen. Das vollständige Programm ist auf der offiziellen Website der Museen von Teneriffa verfügbar.

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