Entstanden im Schatten des Skeletts eines Wals, das die Küste von Los Silos in ein Umweltstatement verwandelte, gibt das Festival Boreal nun das Tagesprogramm seiner 19. Ausgabe bekannt und startet den Verkauf von Einzelkarten für den 18. und 19. September. Neben dem Auftritt internationaler Größen wie Daddy G (Massive Attack), BCUC oder Aterciopelados, dem kanarischen Flair von Acts wie Xerach oder der Premiere von Jable (Jela + Cristina Mahelo) sowie die Auszeichnung von Andrea Abreu mit dem Boreal-Preis 2026 festigt das Festival ein Konzept, bei dem traditionelle und avantgardistische Musik mit kritischem Denken, Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung einhergehen.
Das Festival Boreal legt die Struktur seiner 19. Ausgabe fest, indem es das Programm nach Tagen aufschlüsselt und den Verkauf von Einzelkarten für den 18. und 19. September in Los Silos (Teneriffa) eröffnet. Nach dem Verkaufsstart der allgemeinen Dauerkarten kann das Publikum nun Tageskarten über Tickety und die offizielle Website www.festivalboreal.org erwerben. Eine Möglichkeit, sich aus einem Programm mit zwanzig internationalen und lokalen Acts, das sich durch stilistische Vielfalt und künstlerische Qualität auszeichnet, ein maßgeschneidertes Erlebnis zusammenzustellen.
Der Freitag, der 18. September, wird geprägt von der körperlichen Energie der Südafrikaner BCUC, dem jamaikanischen Roots von Hempress Sativa zusammen mit Paolo Baldini Dub Files, der Dringlichkeit von The Neighborhood Kids und dem prägnanten Hip-Hop von El Veneno Crew. Das Programm dieses ersten Tages wird abgerundet durch die Verschmelzung von arabischer Tradition und Elektronik bei Aïta Mon Amour, den Quechua-Quebranto von Renata Flores, den raffinierten Pop der Chilenin Rubio, die Session von The Queen of Bass, die Frische von Pleito sowie das Debüt des Projekts Jable, bestehend aus Jela und Cristina Mahelo.
Am Samstag, dem 19. September, übernimmt Daddy G, Mitbegründer von Massive Attack, das Ruder und wird in einem unverzichtbaren DJ-Set seine Meisterschaft im Dub und Trip-Hop unter Beweis stellen. Der zweite Tag vereint zudem das historische Gewicht des kolumbianischen Rocks von Aterciopelados, den Wüstensound der algerischen Band Imarhan, den afro-lusophonen Trance von Throes + The Shine sowie die stimmliche Zartheit von Fuensanta, die brasilianische Virtuosität von Josyara, das tropische Feuer von Candeleros, die Unkonventionalität von La Terrorista del Sabor und die elektronische Perspektive der Kanarin Xerach.
Die Identität des Festivals ist seit seinen Anfängen untrennbar mit der Landschaft von Los Silos verbunden. Im Jahr 2008 wurde an der Küste der Gemeinde das Skelett eines Nordkaper-Wals aufgestellt – eine fünfzehn Meter lange Naturskulptur, die auf Gran Canaria gefunden und geborgen wurde, um das Bewusstsein für den Schutz der Ozeane zu schärfen. Das Festival hat nicht nur den Namen dieses Wals übernommen, sondern auch eine klare Philosophie: Kultur im Einklang mit der Umwelt zu verstehen. Fast zwei Jahrzehnte später prägt das Festival Boreal die Region weiterhin durch Respekt, Gleichberechtigung und gemeinschaftliches Zusammenleben.
Neben dem musikalischen Programm wird das städtische und fußgängerfreundliche Stadtgefüge von Los Silos eine Reihe soziokultureller Aktivitäten beherbergen, die das Wesen des Festivals ausmachen: Ausstellungen, Workshops, Fachtreffen, Angebote für Familien, Ökomärkte und direkte Maßnahmen zur Sensibilisierung für den Umweltschutz.
Diese 19. Ausgabe wird zudem durch die Bekanntgabe der jährlichen Auszeichnung beflügelt: Die Schriftstellerin Andrea Abreu wurde für ihr Engagement für die Region, den ländlichen Raum und den Schutz der Kultur in Randgebieten mit dem Boreal-Preis 2026 geehrt. Eine Auszeichnung, die voll und ganz im Einklang mit dem Geist einer Veranstaltung steht, die auch in diesem Jahr wieder das künstlerische Schaffen zu einem Instrument des sozialen und ökologischen Wandels macht. [The Borderline Music]
