Booster-Impfung für Genesene jetzt erst nach fünf Monaten

Gesundheitsministerin Carolina Darias gab die Änderungen in der Corona-Strategie der Regierung bekannt. Foto: EFE

Gesundheitsministerin Carolina Darias gab die Änderungen in der Corona-Strategie der Regierung bekannt. Foto: EFE

Omikron führt zu ständigen Veränderungen

Madrid – Im Kampf gegen Corona gibt es immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die zu Änderungen im Umgang mit der Pandemie führen. Die Omikron-Variante verändert die Strategie des Gesundheitsministeriums ständig.

Zuerst wurde die Dauer der Quarantäne von zehn auf sieben Tage verkürzt. Sollte die infizierte Person drei Tage lang keine Symptome aufweisen, wird die Quarantäne noch weiter reduziert. Jetzt wird der Abstand vom Booster-Shot für Genesene von vier Wochen auf fünf Monate verlängert.

Seit Dezember 2021 galt die Richtlinie, dass zweifach Geimpften, die von einer Corona-Infektion genesen sind, die Booster-Impfung vier Wochen nach der offiziellen Gesundschreibung verabreicht wird. Seitdem haben viele Experten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage gestellt und einen längeren Abstand empfohlen. Jetzt lautet die Empfehlung, den Booster fünf Monate nach der Infektion zu verabreichen.

Der Grund für die Änderung der Kriterien: Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die vollständige Corona-Impfung (zwei Dosen), zu einer stärkeren und umfassenderen Immunreaktion in Bezug auf die Neutralisierung anderer Virusvarianten führt. Das ist der Fall im Vergleich zu Personen, die sich angesteckt haben (ohne geimpft zu sein), oder bei Personen, die beide Dosen erhalten haben (ohne sich infiziert zu haben). Aus immunologischer Sicht wird die Verabreichung der dritten Dosis an Personen, die bereits die vollständige Impfung erhalten und sich mit dem Coronavirus infiziert haben, nicht nach vier Wochen als notwendig erachtet, da dies der Verabreichung einer vierten Dosis gleichkäme.

Boostern bei Kindern

Für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren wurde beschlossen, dass bei einer Infektion vor der Verabreichung der ersten Dosis eine Einzeldosis des Impfstoffs als Schutz reicht. Diese einzige Dosis soll acht Wochen nach der Diagnose der Krankheit verabreicht werden. Wenn die Infektion nach der Erstimpfung diagnostiziert wird, wird die zweite Dosis im Abstand von acht Wochen nach der Diagnose verabreicht.

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