Gemeinsam mit dem engsten Kreis des Vorstandes der Partido Popular analysierte der Präsident am „Tag danach“ die Ergebnisse der Kommunal- und Regionalwahlen vom 24. Mai und fasste einen Entschluss: Es muss nichts geändert werden. „Wir müssen nur näher sein, wesentlich näher am Bürger und mit den Spaniern besser kommunizieren.“
Spanien
Geheimnisverrat
PP-Spitzenpolitikerin Esperanza Aguirre, die mit ihrer Kandidatur um den Bürgermeisterposten von Madrid knapp gescheitert ist, hat bei der Staatsanwaltschaft eine Klage eingereicht, weil ein online-Nachrichtendienst Daten aus ihrer Steuererklärung veröffentlicht hat.
Unterschiedliche Standpunkte der Regionalpräsidenten
Der offensichtliche Machtverlust der Partido Popular bei den vergangenen Regional- und Kommunalwahlen macht sich überall bemerkbar. Der Mangel an Selbstkritik des Parteichefs Mariano Rajoy hat bei einigen Regionalpräsidenten der Partei erheblichen Unwillen ausgelöst.
Ungeliebter Parteigenosse
Luis Bárcenas, der ehemalige Schatzmeister der Partido Popular, der Korruption und Steuerhinterziehung angeklagt und zurzeit gegen Kaution auf freiem Fuß, hat die Wiederaufnahme in seine alte Partei beantragt, was jedoch strikt abgelehnt wurde, wie sein Verteidiger jetzt mitgeteilt hat.
Schwere Verluste für die Konservativen
Vor den Wahlen hatte der spanische Ministerpräsident die Bürger gewarnt, keine Experimente zu machen und keine Risiken einzugehen, indem sie ihre Stimme den neuen Parteien geben, die sich zum ersten Mal zur Wahl stellten. Doch diese Warnung stieß offenbar auf taube Ohren. Die konservative Partido Popular erzielte so schlechte Ergebnisse wie seit 20 Jahren nicht mehr und verlor rund 10 % der Stimmen. Dagegen konnten die neuen Parteien kräftig punkten.
Geldverschwendung
Eine weitere prominente Figur der Partido Popular, die langjährige Bürgermeisterin von Valencia, Rita Barberá, ebenfalls bei den letzten Wahlen abgesetzt, ist in den Blickpunkt der Staatsanwaltschaft geraten.
600 „absolute Mehrheiten“ weniger
Der „Blutverlust“ welchen die Partido Popular bei den Wahlen erlitten hat, umfasst rund 2,5 Millionen Wählerstimmen und den Rückgang von 10 Punkten gegenüber den Wahlen von 2011 und ein Ergebnis von 27%.
Sommerurlaub
José Luis Zapatero war von 2004 bis 2011 spanischer Präsident. Nach seinem Wahlverlust im November 2011 hatte er sich jetzt wieder in den Wahlkampf
Erste Konsequenzen in Aussicht
In der PP-Führungsspitze wird gemunkelt, dass Ministerpräsident Mariano Rajoy Generalsekretärin María Dolores de Cospedal um ihren Rücktritt bitten könnte.
Reumütiger Sünder
Marcos Benavent, ehemaliger Spitzenpolitiker der Partido Popular von Valencia, hat jahrelang die mutmaßliche Korruption seiner Parteifreunde heimlich aufgezeichnet.







