Masca: Gegenwart und Zukunft

Masca ist eine Perle der Natur und der kulturellen Identität der Insel. Das versteckte Bergdorf im Westen der Insel wurde aber längst vom Tourismus entdeckt und hat einen festen Platz im Ausflugsangebot der Tourenanbieter. Doch die über Jahrzehnte immer größer gewordene Zahl der Besucher, die täglich mit Bussen in diesen kleinen Ort gebracht werden, hinterlässt auch ihre Spuren.

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Rückblick

Schon in den Achtzigerjahren schlug der Hoteliersverband ASHOTEL Alarm, wenn sich die Buchungszahlen in den Hotels von Teneriffa nach unten bewegten. Damals hatte sich der Inselsüden bereits zum beliebten Reiseziel der britischen Urlauber entwickelt. So hatten die Zahlen der Urlauber aus England während der Sommermonate zeitweise sogar die der Gäste vom spanischen Festland übertroffen, die üblicherweise in den Sommerferien das Hauptkontingent stellten. Nun war hier plötzlich eine Flaute eingetreten, die sich nach den Befürchtungen von Eduardo Solis, dem damaligen Geschäftsführer des Hoteliersverbandes, auf bis zu 20% ausweiten könnte. Als Ursache wurde eine Hetzkampagne gegen Spanien in den britischen Medien genannt. Die bezog sich zwar auf die Urlaubszonen am Mittelmeer, wirkte sich jedoch auch auf die Kanaren aus.

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Wandern und entdecken

Der Nationalpark Cañadas del Teide ist so grün wie noch nie in seiner nunmehr 61-jährigen Geschichte. Trotzdem stehen den Fachwissenschaftlern der Parkverwaltung und der Universität von La Laguna Sorgenfalten auf der Stirn. Das Prinzip „Vorrang für die Natur“, das zu den Leitideen aller Nationalparks gehört, hat seit der Gründung des Parks und dem Verbot der Sommerweide in den Cañadas die Bestände der Retamas, Codesos, Alhelís und anderer typischer Pflanzen reichlich zunehmen lassen. Leider auch die der Kaninchen und Mufflons. Auf eingezäunten Untersuchungsflächen, zu denen beide keinen Zutritt haben, wird erkennbar, wie verheerend beide der Hochgebirgsflora zusetzen. Für den weiß blühenden Teideginster, die Retama, ist es schon später als fünf vor zwölf. Für die Fortsetzung des jetzigen Trends prophezeien Wissenschaftler, dass wir in zehn Jahren keinen Retama-Honig mehr als typische Cañadas-Spezialität bekommen werden. Es wird keine Retamas mehr geben.

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