Größte Flüchtlingswelle des Jahres bringt 974 Immigranten


Das Wetter an den Stränden der Kanarischen Inseln war wunderschön am Wochenende, das Meer spiegelglatt. Zahlreiche Einwohner und Touristen nutzten die guten Bedingungen für Strandbesuche oder Wassersport. Doch die Idylle wurde wieder überschattet vom Flüchtlingsdrama, das sich an Kanarischen Küsten abspielt. Durch die guten Wetterbedingungen gelang es am vergangenen Wochenende knapp 1000 Flüchtlingen, die gefährliche Überfahrt auf eine der Kanareninseln zu meistern. Seit Freitag wurden insgesamt 15 der kleinen Fischerboote abgefangen, die von den Immigranten als Transportmittel genutzt werden. Die meisten davon wurden an der Küste von Teneriffa-Süd ausgemacht, weitere wurden vor  Gran Canaria, La Gomera und Fuerteventura entdeckt.

Nachdem die Immigranten mit dem Nötigsten versorgt sind, Wasser, Essen und Kleidung, ist zunächst ein Schlafplatz in einem der Auffanglager ihr erstes Ziel. Wenn die Behörden nämlich innerhalb 40 Tagen keine Nationalität feststellen können, müssen die Einwanderer mit einem Abschiebebescheid auf freien Fuß gesetzt werden.

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