César Manrique wird Ehrenbürger


César Manrique in seinem Atelier. Foto: fundación césar manrique

Der berühmte Sohn Arrecifes wird posthum geehrt

Lanzarote – In der Sitzung des Stadtrates von Arrecife vom 6. April wollen die Stadtverordneten die Ernennung des Lanzaroter Malers und Bildhauers César Manrique (1919-92) zum Ehrenbürger der Stadt beschließen. Der Festakt zur feierlichen Ernennung zum „Hijo Predilecto“ der Inselhauptstadt soll eine Woche später stattfinden. Auf diese Weise kommt diese Ehrung gerade noch rechtzeitig zum hundertsten Geburtstag des Künstlers am 24. April.

Der Prozess zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft war im vergangenen Sommer von der Bürgermeisterin Arrecifes, Eva de Anta, in Gang gebracht worden. „Arrecife hat die Chance, zum hundertsten Geburtstag Manriques die historische Schuld zu begleichen, in der sie diesem Künstler gegenüber steht“, erklärte sie bei dieser Gelegenheit. Wichtig war de Anta dabei die Zusammenarbeit mit der César Manrique- Stiftung (Fundación César Manrique, FCM), die „auf Entscheidung von César Manrique selbst für sein Vermächtnis verantwortlich“ ist. Das Dossier der Verdienste des Künstlers, das für die Rechtfertigung der Ehrung nötig ist, wurde unter der Aufsicht der Stiftung, der José Juan Ramírez vorsteht, ausgearbeitet.

Außerdem soll Manrique in einem weiteren Verfahren zum „Adoptivsohn“ der Stadt Teguise ernannt werden, weil er lange Zeit in Tahíche gelebt hat. Auch das Ayuntamiento von Teguise arbeitet in dieser Angelegenheit mit der Manrique-Stiftung zusammen.

Wie viel Lanzarote dem naturverbundenen Künstler verdankt, lässt sich an den „Centro de Arte, Cultura y Turismo“, den Kultur-, Kunst- und Tourismuszentren der Insel, ablesen, die es ohne César Manrique nicht gäbe. Sein erstes Werk und vermutlich auch sein bekanntestes war Jameos del Agua, ein Konzertsaal in einer vulkanischen Höhle und ein Paradies aus Licht, Farbe und Schatten samt Lagune inmitten von schwarzer Lava. Dieses architektonische Kunstwerk ist repräsentativ für das Schaffen von César Manrique, dem es stets darum ging, den menschlichen Eingriff in die natürliche Landschaft harmonisch zu gestalten und dadurch die Schönheit der Umgebung hervorzuheben. Der Aussichtspunkt Mirador del Río, sein Haus in Taro de Tahíche, das Denkmal der Landwirte und der Kaktusgarten sind weitere herausragende Werke des Künstlers.

Im Jahr seines hundertsten Geburtstags widmet seine Geburtsinsel ihm eine Konzertreihe, die an seinem Geburtstag, dem 24. April, beginnt. Das Programm kann unter www.manrique100.org abgerufen werden. In Las Palmas de Gran Canaria wurde am 28. März im Centro Atlántico de Arte Moderno die Ausstellung „Universo Manrique“ mit rund 200 Werken Manriques eröffnet.




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