22. Juni 2026. Der Inselrat von Teneriffa erinnert anlässlich des San-Juan-Festes, das in der Nacht vom Dienstag, dem 23. Juni, begangen wird, an das allgemeine Verbot, Lagerfeuer in den als Waldbrandgefahrengebiete ausgewiesenen und abgegrenzten Gebieten zu entzünden, die unter dem Online-Link ‚Tenerife On‘ aufgeführt sind. Zudem weist er darauf hin, dass die Regierung der Kanarischen Inseln aufgrund hoher Temperaturen eine Vorwarnung vor Waldbrandgefahr ausgerufen hat. Daher empfiehlt die Inselverwaltung eine Reihe von Präventivmaßnahmen, um die Sicherheit zu gewährleisten und Notfälle zu vermeiden.
Die Ministerin für Umwelt, Nachhaltigkeit sowie Sicherheit und Notfälle, Blanca Pérez, betont: „Es ist wichtig, beim Umgang mit Feuer stets das Vorsorgeprinzip zu beachten, und dies gilt umso mehr für die Johannisfeuer, die am Vorabend des Johannistags entzündet werden. All dies unterliegt bestimmten Einschränkungen, insbesondere in Gebieten mit Waldbrandgefahr. Außerdem gilt ein grundlegender Grundsatz: Man muss die entsprechenden Genehmigungen bei den betroffenen Gemeinden einholen.“
Pérez stellt zudem klar: „Um ein Lagerfeuer in einem Waldgebiet genehmigen zu können, muss ein Sicherheitsplan vorliegen, der angemessene Maßnahmen gewährleistet. Generell ist das Entzünden von Lagerfeuern in diesen Gebieten verboten und wird nur genehmigt, wenn diese Anforderungen erfüllt sind.“
Der Inselleiter für Sicherheit und Notfälle, Iván Martín, erklärt seinerseits: „Der Feuerwehrverband von Teneriffa, die Freiwillige Feuerwehr und die Waldbrandbekämpfer der Waldbrandbrigaden (Brifor) werden – wie es nicht anders sein könnte – einen Sondereinsatz starten. Wir werden die Gemeinden, ihre örtlichen Polizeikräfte sowie die Verbände und Vereine des Zivilschutzes unterstützen.“ So betont Martín: „Die Anwohner müssen sich bewusst sein, dass gesunder Menschenverstand und Sicherheit Vorrang haben müssen, weshalb es unerlässlich ist, die Empfehlungen der öffentlichen Verwaltungen – seien es die Stadtverwaltungen oder der Inselrat – zu befolgen.“
Iván Martín hebt hervor, dass der Feuerwehrverband von Teneriffa einen Sondereinsatz mit 65 Berufsfeuerwehrleuten starten wird, zu denen noch weitere 50 freiwillige Feuerwehrleute hinzukommen. Zu diesem Kontingent kommen noch 37 Personen des Einsatzes „Brifor“ hinzu, die in der Nacht vom 23. Juni im Einsatz sein werden. Den Gemeinden stehen zudem die Mitarbeiter der Zivilschutzverbände sowie der Freiwilligenverbände und -organisationen zur Verfügung.
Meldungen
Der Inselrat weist darauf hin, dass außerhalb des Waldbrandrisikogebiets die Durchführung eines Lagerfeuers der zuständigen Gemeinde im Voraus schriftlich gemeldet werden muss, wobei der genaue Standort sowie der Name einer verantwortlichen Person anzugeben sind, die die Genehmigung beantragt (diese muss volljährig sein). Ziel dieser Maßnahme ist die Überprüfung des Geländes durch qualifiziertes Personal der Gemeinde sowie die Erstellung einer Anweisung zur Ergreifung geeigneter Präventivmaßnahmen. Um zudem mögliche Haftungsansprüche Dritter oder Schäden an öffentlichem Eigentum, die sich aus dieser Veranstaltung ergeben, abzudecken, wird dem Antragsteller empfohlen, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.
Der Inselrat weist darauf hin, dass das Verbrennen jeglicher Art von Abfällen, die nicht pflanzlichen Ursprungs sind und bei deren Verbrennung Schadstoffe freigesetzt werden können, verboten ist. Diese müssen je nach Art (Reifen, lackierte Möbel, Kunststoffmaterialien usw.) zu einer Wertstoffsammelstelle gebracht oder in die üblichen Müllcontainer der Gegend entsorgt werden. Ebenso ist das Verbrennen von Verpackungen verboten, die in ihrem Inneren brennbare Stoffe enthalten und Explosionen oder Verpuffungen verursachen könnten.
Grundlegende Empfehlungen
Die grundlegenden Empfehlungen für die Durchführung von Lagerfeuern lauten wie folgt:
· Den Bereich um das Lagerfeuer herum (mit einem Abstand von mindestens drei Metern) von jeglicher Vegetation und anderen brennbaren Gegenständen säubern.
· Richten Sie einen Sicherheitsbereich ein, den die Zuschauer nicht überschreiten dürfen, um Verbrennungen durch Berührung oder durch die vom Lagerfeuer ausgehende Strahlung zu vermeiden.
· Das Lagerfeuer so aufstellen, dass der Wind keine Funken in Bereiche mit nahegelegener brennbarer Vegetation tragen kann.
· Das Lagerfeuer nicht in der Nähe von öffentlichen Straßen aufstellen, da der Rauch Unfälle verursachen kann.
· Legen Sie Lagerfeuer nicht näher als 50 Meter an Gebäude und nicht näher als 20 Meter an Strom- oder Telefonleitungen, Fahrzeuge oder andere Anlagen an.
· Der Stapel der zu verbrennenden Materialien darf eine Höhe von 1,50 Metern nicht überschreiten.
· Halten Sie einen Wasserschlauch bereit, dessen Druck ausreicht, um das Wasser bis zum höchsten Punkt des Feuers zu spritzen, und dessen Länge ausreicht, um das Feuer vollständig zu umschließen.
· Vermeiden Sie es, das Feuer mit brennbaren Materialien wie Benzin oder Ähnlichem anzuzünden, da dies zu gefährlichen Explosionen führen kann.
· Werfen Sie nach dem Anzünden des Feuers keine brennbaren Stoffe wie Benzin, Lösungsmittel oder Alkohol sowie keine explosionsgefährdeten Produkte wie Sprühdosen usw. auf das Feuer.
· Sobald das Feuer vollständig abgebrannt ist, muss es mit Wasser vollständig gelöscht werden; die Verantwortung hierfür liegt bei der antragstellenden Person.
· Bei jedem Zwischenfall rufen Sie bitte die einheitliche Notrufnummer 1-1-2 an. [Cabildo de Tenerife]



