Der Inselrat von Teneriffa unterstreicht die Identität der Insel mit der Ausstellung „Kleidung auf Teneriffa im 20. Jahrhundert“

9. Juli 2026. Der Inselrat von Teneriffa präsentiert derzeit in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Adeje und dem Branchenverband für traditionelle Kleidung auf Teneriffa in der südlichen Gemeinde die Ausstellung „Kleidung auf Teneriffa im 20. Jahrhundert“. Die Ausstellung, die Teil des Programms der Sommeruniversität von Adeje ist, bietet einen informativen und kulturhistorischen Rundgang durch die Kleidung der einfachen Bevölkerung und analysiert, wie wirtschaftliche Veränderungen und die Industrialisierung die traditionelle Kleidung der Insel vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts veränderten.

Diese Ausstellung mit freiem Eintritt nähert sich nun ihrem Ende und kann noch bis Freitag, den 10. Juli, von 9:00 bis 13:00 Uhr sowie von 16:00 bis 20:00 Uhr besucht werden.

Der Inselrat für Arbeit, Bildung und Jugend, Efraín Medina, besuchte die Ausstellung, um sich aus erster Hand ein Bild vom Verlauf der Initiative zu machen, und betonte, dass „diese Ausstellung eine einzigartige Gelegenheit bietet, unsere Geschichte anhand der Kleidung zu verstehen, in der unsere Vorfahren arbeiteten und lebten. Die Bewahrung und Verbreitung dieses ethnografischen Erbes ist von grundlegender Bedeutung, um unsere Identität lebendig zu halten und an die neuen Generationen weiterzugeben.“

Seitens der Stadtverwaltung von Adeje betonte der Stadtrat für Kultur, Sport und Bildung, Adolfo Sebastián Alonso Ferrera, dass diese Ausstellung das Programm der Sommeruniversität bereichere, deren Motto in diesem Jahr „Die Zukunft mit den Wurzeln der Vergangenheit gestalten“ lautet. Alonso Ferrera hob hervor, wie treffend es sei, die Kleidung unserer Vorfahren im Espacio El Barranco auszustellen, und bekräftigte die „klare Absicht, auch bei zukünftigen Maßnahmen weiterhin eng mit dem Cabildo von Teneriffa zusammenzuarbeiten“.

Eine Reise durch die Textilgeschichte

Die Ausstellung veranschaulicht, wie Meilensteine wie die Verbreitung der Nähmaschine, die industrielle Revolution und der Aufschwung der Modemagazine das Erscheinungsbild der Inselbewohner veränderten, insbesondere der Frauen, die ab den 1920er Jahren die Weite ihrer Röcke reduzierten und geradere Schnitte annahmen, wobei bereits in den 1950er Jahren Kleidungsstücke wie Latzschürzen, Baumwoll-Babis oder Rippstrick-Strümpfe Einzug hielten.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung dem emblematischen „Sombrero de Maga“, einer einzigartigen Kopfbedeckung der Bäuerinnen Teneriffas, die aus geflochtenen Palmfasern gefertigt und mit Samt ausgekleidet ist. Die Ausstellung erläutert anschaulich die verschiedenen Arten der seitlichen Schleifen, die Varianten der Krone und der gebogenen Krempe zum Schutz vor der Sonne sowie die technische Funktion eines spiralförmig gewickelten Tuchs, mit dessen Hilfe die Frauen jener Zeit die Last auf dem Kopf abfedern und ausgleichen konnten.

Mit dieser Initiative setzt der Cabildo von Teneriffa seine Strategie zum Schutz und zur Verbreitung des ethnografischen Erbes der Insel fort und sorgt dafür, dass das historische Erbe und die alltäglichen Bräuche, die die Identität Teneriffas prägen, lebendig bleiben. [Cabildo de Tenerife]

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