César Manrique und Loro Parque – das Vermächtnis einer Partnerschaft

  • César Manrique und Loro Parque – das Vermächtnis einer Partnerschaft, die die „Embajada Animal“ rettete und ihr eine Identität verlieh.
  • Loro Parque würdigt den Künstler aus Lanzarote anlässlich seines Geburtstags und hebt dabei seine entscheidende Rolle beim Schutz und der Entwicklung des Parks hervor.

Puerto de la Cruz (Teneriffa), 24. April 2026 – Die Geschichte des Loro Parque ist ohne die Figur César Manriques nicht zu verstehen. Über sein Vermächtnis als universeller Künstler hinaus spielte der Schöpfer aus Lanzarote eine entscheidende Rolle in einem der kritischsten Momente für den Fortbestand des Parks und wurde zu einem wichtigen Verbündeten bei der Verteidigung seines Territoriums und der Schaffung seiner Identität.

Heute, an seinem Geburtstag, erinnert sich der Loro Parque an diese Beziehung und würdigt sie – eine Beziehung, die über das Persönliche hinausging und zu einem Beispiel für das Engagement für die Natur, die nachhaltige Entwicklung und den Schutz des Kulturerbes der Kanarischen Inseln wurde.

Der Präsident von Loro Parque, Wolfgang Kiessling, betonte: „Zum Teil ist Loro Parque so, wie wir ihn heute kennen, César zu verdanken. Er hat mir völlig uneigennützig geholfen, und das zeugt von seiner enormen menschlichen Größe.“

Das Engagement von César Manrique für den Loro Parque

Die Beziehung zwischen Manrique und der Familie Kiessling ging über das Persönliche hinaus und wurde zu einem gemeinsamen Anliegen zur Verteidigung des Territoriums und des Modells der nachhaltigen Entwicklung. Anfang der 1980er Jahre sah sich der Loro Parque einer kritischen Bedrohung gegenüber: Ein Stadtentwicklungsprojekt sah den Bau einer Straße vor, die durch seine Anlagen führen sollte, was die Enteignung eines wesentlichen Teils seines Grundstücks bedeutet hätte.

Nachdem alle institutionellen Wege erschöpft waren, wandte sich Kiessling an César Manrique und vertraute auf dessen Engagement und Einfluss. Der Künstler reagierte sofort, reiste nach Puerto de la Cruz und leitete eine öffentliche Aktion mit großer Medienresonanz. Sein Eingreifen, im Rahmen einer gut besuchten Pressekonferenz und der sozialen Mobilisierung der Anwohner von Punta Brava, erzeugte entscheidenden Druck, der eine Überarbeitung des Projekts erzwang.

Das Ergebnis war eine Vereinbarung, die es ermöglichte, den größten Teil des Parks zu erhalten und so dessen Fortbestand und zukünftige Entwicklung zu sichern. Diese Episode markierte nicht nur einen Wendepunkt in der Geschichte des Loro Parque, sondern verdeutlichte auch die Macht der Zivilgesellschaft und des kulturellen Engagements bei der Verteidigung des Territoriums.

Über seine Rolle als Verteidiger hinaus prägte César Manrique die konzeptionelle und ästhetische Identität des Parks zutiefst. Als Pionier des ökologischen Denkens auf den Kanarischen Inseln vertrat er ein Modell, bei dem Fortschritt harmonisch in die natürliche Umgebung integriert werden sollte.

Diese Philosophie spiegelte sich in der Entwicklung des Loro Parque wider, wo Architektur, Vegetation und Landschaft als untrennbares Ganzes konzipiert sind. Eine Vision, die in direktem Zusammenhang mit einigen seiner bedeutendsten Werke auf den Kanarischen Inseln steht, wie dem Playa Jardín oder dem Lago Martiánez, und die heute eines der charakteristischen Merkmale der „Embajada Animal“ darstellt.

Anerkennung des Loro Parque für César Manrique

Die Anerkennung des Loro Parque für César Manrique ist nach wie vor lebendig. In seinen Anlagen erinnert eine Gedenktafel im Herzen des Parks alle Besucher an seinen Beitrag.

Anlässlich seines hundertsten Geburtstags im Jahr 2019 beherbergte das Hotel Botánico zudem eine herausragende Ausstellung seiner repräsentativsten Werke, die von Wolfgang Kiessling als Zeichen der Dankbarkeit und Bewunderung für den Künstler initiiert wurde.

Heute, an seinem Geburtstag, feiert der Loro Parque nicht nur die Persönlichkeit eines universellen Schöpfers, sondern auch die eines engagierten Verfechters, dessen Einsatz entscheidend dazu beitrug, dass die Einrichtung ihre Mission des Naturschutzes, der Bildung und des Respekts vor der Natur fortsetzen konnte.

Das Vermächtnis von César Manrique ist nach wie vor in jedem Winkel des Parks präsent und erinnert daran, dass das Gleichgewicht zwischen Entwicklung und Umwelt nicht nur möglich, sondern notwendig ist. [Loro Parque]