Kurze Piste des Flughafens Lanzarote lässt keine Großflugzeuge


Flugzeuge starten mit weniger Passagieren und müssen zum Tanken zwischenlanden

Die Öffnung neuer Märkte ist das große Ziel der Touristikunternehmen von Lanzarote. Sowohl der Unternehmerverband als auch die Inselverwaltung sind sich darüber einig, dass man die Insel auf anderen Tourismusmärkten „verkaufen“ müsse, als nur in England und Deutschland um den Besucherstrom zu diversifizieren.

Dabei, darüber ist man sich ebenfalls einig, spielt der Flughafen eine Schlüsselrolle, um diese Pläne zu verwirklichen. Ein Hemmschuh ist ohne Zweifel die beschränkte Öffnungszeit des Flughafens Guacimeta. Doch noch ein weitaus größeres Hindernis für die touristische Entwicklung ist die geringe Länge der Start- und Landepiste, die für Großflugzeuge nicht ausreicht. So sind direkte Flugverbindungen mit Skandinavien oder den Balkanstaaten bislang nicht zustande gekommen.

Große Maschinen müssen aufgrund der geringen Länge der Piste mit weniger Passagieren und weniger Treibstoff starten um die Sicherheit zu garantieren. Das zwingt bei längeren Strecken dann jedoch zu Zwischenlandungen um aufzutanken. Ein kostspieliges Unterfangen das die Fluggesellschaften, die ohnehin mit spitzem Stift rechnen müssen, verständlicherweise ablehnen.

Rita Martín, Sprecherin des insularen Verbandes der Hotel- und Appartementunternehmen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Umstände insbesondere die Airlines abschrecken, die die Insel aus Skandinavien oder den Balkanstaaten anfliegen möchten und Flugzeiten von fünf, sechs und mehr Stunden zurücklegen müssen. Eine absolute Hürde also um neue Märkte für Lanzarote aufzutun.

„Wir haben ganz konkrete Verträge verloren, und das ist im Tourismuspatronat bekannt“, beklagt sich der Vertreter eines Reiseveranstalters, der Urlaubsgäste aus verschiedenen skandinavischen Ländern nach Lanzarote bringen wollte und diese schließlich nach Teneriffa umleiten musste.

Eine wichtiges Problem für die Entwicklung des Tourismus, für das man sich kurz- oder mittelfristig eine Lösung erhofft.




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