Höchste Inflation im Juli


Während die Kanarischen Inseln in den vergangenen zwölf Monaten im Vergleich zu den anderen autonomen Regionen die geringste Inflationsrate vorweisen konnten, sorgten im Juli die Einführung der Medikamentenzuzahlung und die Anhebung der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC für den höchsten Verbraucherpreisindex (IPC) unter allen Regionen.

Nach den neuesten Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) stieg der IPC im Vergleich zum Juni um 0,3%, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1%. Spanienweit stieg die Inflation  ebenfalls um 0,3%, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2%.

Auf den Kanaren verteuerten sich im Juli insbesondere die Medikamente (+11%) und der Transport (+3,5%). Im Gegenzug sorgte der Sommerschlussverkauf dafür, dass sich Kleidung und Schuhwerk um 12% verbilligten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich insbesondere der Transport (+7%) und die Arzneimittel (+6%).

Die Handelskammer der Provinz Santa Cruz de Tenerife bezeichnete die allgemeine Verteuerung als erschreckend, schmälere diese doch die Kaufkraft, den Konsum und die Erholung der Inselwirtschaft. Nach Meinung der Experten sollten die Politiker den Steuererhöhungen kritischer gegenüberstehen, schließlich würden diese zwar kurzfristig Geld in die öffentlichen Kassen spülen, langfristig jedoch zu Konsumrückgang und geringeren Investitionen der Unternehmen führen.

Anzumerken sei, dass im Juli der kanarische Verbraucherpreisindex auch durch die Anhebung der Insel-Mehrwertsteuer IGIC in die Höhe getrieben wurde. Im September wird das Festland mit der Erhöhung der dort gültigen Mehrwertsteuer IVA nachziehen, sodass dann der kanarische Verbraucherpreisindex im Vergleich zu den anderen regionalen Indikatoren wieder besser dastehen könnte.




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