Die kanarische Film- und Fernsehindustrie: Ein Wirtschaftszweig mit Zukunft


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Eine Information der kanarischen Sonderzone (ZEC)

Der kanarische Archipel verfügt über ein enormes Potenzial zur Konsolidierung eines bedeutenden Netzes an Unternehmen aus der Filmbranche. Derzeit sind in der Kanarischen Sonderzone (ZEC) zwölf Unternehmen aus diesem Wirtschaftszweig regis­triert, der sich zu einem der Schlüsselbereiche der Wirtschaft entwickelt hat.

Die Herausforderung besteht nun darin, das Interesse neuer Projekte zu gewinnen. In diesem Sinne will die ZEC in Deutschland einen Pilotversuch starten, der sich an potenzielle Investoren eines der im Entstehen begriffenen Bereiche der Weltwirtschaft richtet.

Aussichtsreiche Perspektiven

Dass die Filmindustrie ein strategischer Wirtschaftssektor mit aussichtsreichen Perspektiven für die Kanaren ist, ist eine greifbare Realität. Weit davon entfernt, ein utopisches Ziel zu sein, bestätigt die im Weißbuch von Januar 2007 veröffentlichte Analyse und Diagnose über die derzeitige wirtschaftliche Lage des Sektors auf den Inseln diese Behauptung.

Die Ermittlung der Möglichkeiten und Stärken, die der kanarische Archipel in Bezug auf diesen im Entstehen begriffenen Sektor bietet, sind vielseitig und weisen auf die Konsolidierung einer wirtschaftlichen Aktivität mit einem enormen Potenzial und einer aussichtsreichen Zukunft hin. Die Inseln verfügen über alle Bestandteile zur Festigung eines soliden Netzes an Unternehmen, denen ein Industriebereich zugrunde liegt, dessen Fundament die Kultur ist. Es handelt sich hier nur um eine Frage der Zeit.

Einmalige Naturkulisse

Eines der Potenziale des kanarischen Archipels lässt sich aus seiner geografischen Lage ableiten. Die landschaftliche Vielfältigkeit und Einzigartigkeit des Gebietes und die hohe Anzahl an Sonnenstunden (Lichteinstrahlung) verleihen dem kanarischen Archipel den Status einer großen Naturkulisse. Gleichfalls verfügen die Kanaren über kompetente Fachleute von anerkanntem Ruf. Die Filmfestivals von Las Palmas de Gran Canaria, La Laguna und La Palma (auch als Festivalito bekannt) beinhalten in ihren alljährlichen Programmen nationale und internationale Größen aus der Filmbranche.

Hinzu kommen noch das technologische Niveau und die Ausstattung der Infrastrukturen, wobei die regelmäßige Unterstützung vonseiten der verschiedenen kanarischen öffentlichen Verwaltungen ausschlaggebend für die Konsolidierung, Ausstrahlung und Expansion dieses Industriebereichs war.

Enormes Potenzial

Sobald man das enorme Potenzial dieses Bereichs für die Gesamtheit der kanarischen Wirtschaft entdeckt hatte, in deren BIP der Tourismus und die Baubranche das größte Gewicht haben, hat sich die mittelfristige Strategie das Abheben der Filmindustrie zum Ziel gemacht.

Im allgemeinen spanischen Firmenverzeichnis vom 1. Januar 2006 sind 201 Unternehmen aus der Film- und Videofilmbranche aufgeführt, eine Zahl, die im Vergleich zum Jahr 2005 einen leichten Zuwachs verzeichnet hat, wobei es sich bei mehr als der Hälfte der Unternehmen um Einzelunternehmen handelt. Derzeit gibt es auf den Kanarischen Inseln eine bedeutende Anzahl von Unternehmen aus dieser Branche, es sind aber Anzeichen für eine markante Atomisierung vorhanden. Die Strategie besteht nun darin, eine wichtige kritische Masse an Unternehmen zu verbinden und so die Schaffung von wettbewerbsfähigen großen und mittelständischen Unternehmen zu begünstigen.

Niedrigsteuergebiet bis 2019

Innerhalb der Europäischen Union verfügen die Kanarischen Inseln jedoch über ein Schlüsselelement zur Konsolidierung der Filmbranche: die Kanarische Sonderzone (ZEC). Aufgrund der Notwendigkeit, zur Diversifizierung der Wirtschaft der Inselgruppe beizutragen, hat die Europäische Kommission die Laufzeit des Niedrigsteuergebietes bis zum Jahr 2019 verlängert. Es gibt eine umfangreiche Liste an Geschäftstätigkeiten, die unter den von der Kanarischen Sonderzone festgesetzten Bedingungen ausgeübt werden dürfen. Darunter, noch dazu als Schlüsselbereich, die Filmbranche.

Derzeit sind insgesamt vierzehn Unternehmen aus der Branche in der ZEC tätig; vier sind deutsche. Im Gegensatz zu dem in Deutschland geltenden Körperschaftssteuersatz von 25 Prozent bietet das kanarische Niedrigsteuergebiet den Unternehmern, die sich dort ansiedeln, einen festen Steuersatz von nur 4 Prozent.

Weitere Informationen:

www.zec.org

deutsch2@zec.org




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