150.000 Euro für die Entfernung verwilderter Ziegen aus Anaga


Die verwilderten Ziegen im Anaga-Gebirge richten im Naturschutzgebiet und in den Gemüse- und Obstgärten der Anwohner erheblichen Schaden an. Foto: BENEHARO HDEZ CC BY-SA 4.0

Das Cabildo hat die Regionalregierung um Unterstützung gebeten

Teneriffa – Die Inselregierung von Teneriffa wird 150.000 Euro für die Entfernung der verwilderten Ziegen und Schafe ausgeben, die in den Naturparks des Anaga- und Tenogebirges frei und herrenlos leben. Die Tiere sollen zusammengetrieben und zunächst in provisorischen Gehegen untergebracht werden.

Mit der Durchführung hat das Umweltressort der Inselregierung das öffentliche Unternehmen Gesplan beauftragt, das der Kanarenregierung untersteht. Gesplan wird dabei mit den Anwohnern und Hirten der betroffenen Gebiete zusammenarbeiten.

Im Anagagebirge gibt es rund 500 frei laufende Ziegen und Schafe und im Tenogebirge 150. Die Geldmittel werden unter anderem für das Einfangen, die sanitäre Kontrolle und die Errichtung von Umzäunungen, in denen die Tiere untergebracht werden können, eingesetzt.

Die Anwohner hatten schon Ende 2016 gefordert, dass sich Gesplan um das Ziegenproblem kümmern solle, denn die verwilderten Tiere richten nicht nur an der endemischen Pflanzenwelt des Anaga und Teno erheblichen Schaden an, sondern auch an den Obst- und Gemüseanpflanzungen der Anwohner. Einige lassen ihre Gärten im Anaga mittlerweile schon brachliegen, weil die Schafe und Ziegen ihre Ernten immer wieder durch Fraß zunichtegemacht haben.




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