Wer sagt das Urlaubswetter am besten voraus?


Ein Test-Bericht der Zeitschrift REISE & PREISE

Für die ersten Tage der bevorstehenden Reise werfen viele Urlauber einen Blick auf die kostenlosen Vorhersagen im Internet. Die Zeitschrift Reise & Preise (www.reise-preise.de) hat in der aktuellen Ausgabe die beliebtesten Wetterportale getestet.

Das ernüchternde Ergebnis: Am Reiseziel entpuppte sich das Wetter meist ganz anders als im Voraus prognostiziert.

Trotz Hightech-Wettersatelliten und umfassender Analysen ist es den »Online-Wetterfröschen« demnach bis heute nicht möglich, verlässliche Vorhersagen zu treffen, die über die nächsten ein bis zwei Tage hinausgehen, wenn nicht gerade eine stabile Wetterlage vorliegt. Tatsächlich aber bieten die Online-Portale Wetterprognosen für 10 Tage, einige sogar für bis zu 16 Tagen an. Und die waren im Reise & Preise-Test alles andere als zutreffend.

Als einziges Portal erreichte Wetteronline.de die Testnote »gut«, weil die Wettervorhersage für den nächsten Tag absolut zutreffend war und auch die Drei-Tage-Vorhersage weitgehend stimmte. Dazu kommt eine sehr große Auswahl an weltweiten Zielen und ein umfangreiches Angebot mit Unwetterwarnungen und Regenradar.

Wetter.com kam trotz breiter Serviceschiene wegen ungenauer Prognosen nicht über ein »befriedigend« hinaus, ebenso wie Wetter.info.

Wetter.de musste sich trotz sehr großen Angebots mit einem »ausreichend« begnügen, weil das vorausgesagte Wetter für die nächsten drei bzw. sieben Tage schlichtweg nicht zutraf. Das gilt auch für die anderen Portale im Test. Der Anbieter Wetterspiegel.de kam sogar nur auf »mangelhaft«.

Im Praxistest trafen die angekündigten Temperaturen bei Testorten in Deutschland und Spanien für den nächsten Tag bei Wetteronline.de genau, bei allen anderen Portalen weitgehend zu. Bei der Dreitagevorschau lagen die Anbieter dann aber schon weit auseinander. Wetteronline beispielsweise sagte eine Tiefsttemperatur für New York von 15° voraus, bei Wetter.info waren es 20° Grad. Die Wahrheit lag schließlich mit 17° etwa in der Mitte.

Fazit: Wetterprognosen gleichen auch im 21. Jahrhundert offenbar einem Blick in die Glaskugel. Bei den Höchsttemperaturen unterschieden sich die Angaben im Test teilweise um bis zu sieben Grad, die tatsächliche Temperatur lag fast immer mindestens zwei bis drei Grad unter den prognostizierten Werten. Auch taten sich die Portale schwer, die Wettertendenz für die nächsten Tage eindeutig in heiter, wolkig oder regnerisch einzustufen.




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