Vier Jahre nach dem Abschluss sind 30% der Hochschulabsolventen arbeitslos


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8In Spanien ist ein Hochschulabschluss keine Garantie für einen (guten) Job

Madrid – Im Jahr 2018 waren 27,7% der Hochschulabsolventen, die im Jahr 2013 ihre Universitätslaufbahn erfolgreich beendet hatten, unbeschäftigt. So geht es aus dem jüngsten Bericht „Positionierung der Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt“ des Ministeriums für Wissenschaft, Erneuerung und Universitäten hervor. Darüber hinaus gehört Spanien laut einem Bericht der Stiftung CYD zu den EU-Staaten mit dem höchsten Anteil von Hochschulabsolventen, die unterbezahlte Jobs ausüben (37,1% gegenüber dem europäischen Durchschnitt von 23,2%).

Laut Francisco Michavila, Bildungsberater für Spanien vor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), seien diese Missstände nicht in der Ausbildung begründet, die qualitativ hochwertig und mit der in anderen europäischen Ländern vergleichbar sei. Michavila machte vielmehr den in Spanien „verzerrten“ Arbeitsmarkt für die schwierige Lage verantwortlich. Die großen Unternehmen würden den Hochschulabsoventen geeignete Stellen und Möglichkeiten bieten, doch die kleinen und mittelgroßen Unternehmen hätten wenig Kapazität für die Forschung oder Innovation, sodass ihre Stellen weniger der Hochschulausbildung entsprechen würden.

Laut der Sozialversicherung haben die studierten Ingenieure und Architekten übrigens die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt – 77,7% von ihnen waren als arbeitstätig gemeldet.




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