Tritt ins Fettnäpfchen


König Felipe bezeichnete Puerto Rico als „amerikanischen Boden“

Bei der Eröffnung des 7. Internationalen Kongresses der Spanischen Sprache in San Juan de Puerto Rico hat eine Äußerung von König Felipe, der die Festansprache hielt, erheblichen Staub aufgewirbelt.

Er hatte erklärt, er freue sich sehr, amerikanischen Boden zu betreten, was auf der Karibikinsel nicht gerne gehört wird, insbesondere nicht von einer so illustren Persönlichkeit wie ihm. Nachfolgende Redner hatten mehr oder weniger dezent ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Der Schriftsteller Eduardo Lalo jedoch, der bekannteste Literat von Puerto Rico, hat seinen Protest schriftlich kundgetan. Sowohl in einem Zeitungsartikel als auch in einem Kommuniqué, das er auf dem Kongress verlesen ließ, bezeichnete er die Äußerung des spanischen Königs als „Barbarei“. Es sei eine Kontinuität bei den spanischen Königen. Vier Jahrhunderte lang hätten sie der Insel eine Universität verweigert, und der heutige Monarch verweigere ihr die Nationalität.




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