Spaniens Fuhrpark veraltet zusehends


Gefährdung von Sicherheit und Umwelt

Der Verband der Autohersteller Anfac geht davon aus, dass auf Spaniens Straßen elf Millionen veraltete Fahrzeuge unterwegs sind und 50% des gesamten Fuhrparks ausmachen.

Madrid – Mit einem Durchschnitts­alter von 11,3 Jahren handelt es sich beim spanischen Fuhrpark um einen der ältester der Europäischen Union und zwar mit steigender Tendenz. Die auf Schadensschätzung spezialisierte Firma Audatex schätzt, dass 2017 etwa 16 Millionen Fahrzeuge, sprich 67% des Fuhrparks, über ein Jahrzehnt „auf dem Buckel haben“; das Beratungsunternehmen MSI geht davon aus, dass 2017 das Durchschnittsalter der Fahrzeuge bei 11,6 Jahren liegen wird. Ein Experte der Branche gab an, die steigende Tendenz könne nur unterbrochen werden, wenn zwei Millionen Neufahrzeuge im Jahr verkauft würden; 2013 waren es gerade mal knapp 723.000.

Spanien ist nicht das einzige EU-Land, in dem der Fuhrpark immer älter wird. In Italien machen die über ein Jahrzehnt alten Fahrzeuge 60% aus, in Deutschland etwas über 65%.

Ein veralteter Fuhrpark gefährdet insbesondere die Sicherheit und die Umwelt. Laut einer Studie des Automobilclubs RACE und der Firma Bosch verdreifacht sich das Risiko einen tödlichen Verkehrsunfall zu erleiden, in einem über zehn Jahre alten Fahrzeug. Darüber hinaus verbraucht ein neues Fahrzeug 30% weniger Kraftstoff und stößt 95% weniger Schadstoffe aus. Insofern begrüßten die Verbände die staatlichen Förderpläne zur Anschaffung eines Neufahrzeuges wie den Plan PIVE und den PIMA Aire.




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