So viele PP-Bürgermeister wie nie zuvor


Die Konservativen unaufhaltsam auf Vormarsch

Am 11. Juni haben 8.116 Stadtparlamente in Spanien ihre neuen Bürgermeister gewählt und formell gesehen ihren Dienst in den Rathäusern angetreten.

Madrid – Dabei ist erneut die immense Niederlage deutlich geworden, die die auf nationaler Ebene regierenden Sozialisten (PSOE) bei den Kommunal- und Regionalwahlen vom 22. Mai erlitten haben. Rund 4.000 Regierungsposten verlor die Partei, größtenteils zugunsten der konservativen Opposition (PP). 2.000 davon waren Stadtratsposten. Außerdem musste die Partei den Verlust von 500 Bürgermeisterstellen verschmerzen.

Obwohl noch nicht in allen Rathäusern endgültige Einigungen erzielt wurden, steht schon jetzt fest: Die großen Gewinner der letzten Wahlen sind die Konservativen (PP). Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird die PP angesichts von 3.317 erreichten absoluten Mehrheiten und 508 relativen Mehrheiten in den Stadträten in mehr als 3.600 davon den Bürgermeister stellen. Außerdem regieren die Konservativen in 34 der insgesamt 50 Provinzhauptstädten Spaniens. Das sind 12 mehr als sie 2007 erreichten. Vor den Wahlen regierten in Spanien 3.170 PP-Bürgermeister, 2.878 davon mit absoluter Mehrheit.

Die Sozialisten hingegen laufen Gefahr, auf kommunaler und regionaler Ebene so wenige öffentliche Ämter zu belegen wie nie zuvor. Vor dem 22. Mai führte die PSOE in über 3.020 Rathäusern das Zepter, bis zum Redaktionsschluss waren ihnen jetzt nur noch die 1.800 Gemeinden sicher, in denen sie die absolute Mehrheit erreichten. Was die Provinzhauptstädte betrifft, werden sie in den kommenden vier Jahren nur in neun den Bürgermeister stellen.




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