Regulierung der Automatengebühren


Die spanischen Geldinstitute werden die neue, ab dem 1. Januar 2016 geltende Vorschrift über die Bankgebühren in unterschiedlicher Weise umsetzen. Während BBVA, Santander und CaixaBank Geldautomatennutzern, die nicht ihre Kunden sind, voraussichtlich zwischen 1,50 und 2,00 Euro berechnen werden, wollen die anderen Banken verschiedene Übereinkommen untereinander abschließen.

Die Verbraucherschutzorganisationen jedenfalls bleiben misstrauisch und haben angekündigt, die Entwicklung genauestens zu beobachten. Sie fordern klare Obergrenzen für die Automatengebühren, um Missbrauch seitens der Banken auszuschließen. 

Lange Zeit gab es drei große Geldautomatenverbünde, Servired, 4B und Euro6000, zu denen sich verschiedene Banken und Sparkassen zusammengeschlossen hatten, und meist wurde nur Kunden, die zu keiner der jeweiligen Mitgliedsbanken gehörten, Gebühren berechnet. 

Doch dann änderte sich das Bild, und die einzelnen Geldinstitute begannen Gebühren zu erheben, auch wenn der Automatennutzer Kunde einer Bank war, die zum gleichen Netzwerk gehörte. Vor etwa acht Monaten hatte zunächst die CaixaBank damit begonnen, von Nichtkunden zwei Euro Gebühr für die Bargeldabhebung zu verlangen. Daraufhin kündigten die BBVA und die Santander Bank an, nachzuziehen. 

Nicht selten mussten die Kunden nun sogar zwei verschiedene Gebühren entrichten, eine für die Automatennutzung und eine für die „Austauschgebühr“, welche die Banken untereinander berechnen. Dies führte zu Protest vonseiten der Verbraucher, und die Regierung sah sich schließlich gezwungen, einzugreifen, um die Gebührenpraxis zu vereinheitlichen. 

Ab Januar ist nun vorgeschrieben, dass nur die Bank, welche den Automaten zur Verfügung stellt, eine Gebühr erheben darf, und zwar nicht vom Kunden, sondern von der Bank des Kunden. Diese entscheidet dann, ob und wieviel sie dem Kontoinhaber für Automatenabhebungen berechnet. 




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