Rasende Polizei


„Alle sind vor dem Gesetz gleich, aber einige sind etwas gleicher“, sagt etwas flapsig der Volksmund. Das hat jedenfalls der Chef des Guardia Civil von Soria für sich in Anspruch genommen, als er von seinen Kollegen mit 207 Stundenkilometern in einem Streifenwagen „geblitzt“ wurde.

Soria – Er habe einen Delinquenten verfolgt, erklärte Claudio Argüello den beiden Beamten, die ihn stoppten. Jetzt hat die Union de Guardias Civiles, der Berufsverband der Beamten, Anzeige wegen Verkehrsgefährdung erstattet. „Der Chef der Verkehrspolizei habe beigedreht, als er den Kontrollposten sah. Er hatte weder das Blaulicht eingeschaltet noch das Martinshorn und es habe auch kein anderes Fahrzeug vor ihm den Kontrollposten passiert“, heißt es in der Anzeige. Außerdem hätte er andere Patrouillen benachrichtigen müssen, um den Flüchtigen zu verfolgen. Dem rasenden Polizeichef droht jetzt der Führerscheinentzug zwischen einem und vier Jahren und bis zu sechs Monaten Haft bzw. gemeinnützige Arbeit bis neunzig Tage.




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