Privat- und Firmenpleiten nehmen zu


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Die Krise in Zahlen

Die Verschärfung der Wirtschaftskrise in den letzten Monaten hat sich in verschiedenen wirtschaftlichen Eckdaten niedergeschlagen, so unter anderem in der Zahl der Konkursanmeldungen.

Madrid – Nach den jüngsten Zahlen des Spanischen Statistischen Instituts erklärten sich im letzten Quartal des vergangenen Jahres insgesamt 2.349 Unternehmen und Familien für zahlungsunfähig, 40% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,8% gefallen. Dies macht das vergangene Quartal zum vorläufigen Tiefpunkt der aktuellen Rezession.

Die Gesamtzahl der Firmenpleiten ist in den letzten fünf Jahren ständig gestiegen und lag im Jahr 2012 bei 8.491, das sind 24% mehr als im Jahr zuvor und der höchste Wert seit Beginn der Krise vor fünf Jahren. Diese Entwicklung hat einen entsprechenden Einfluss auf die Zahlungsmoral und die Arbeitslosigkeit.

Die Zahl der Privatinsolvenzen lag bei 927, ein leichter Rückgang um 2,7% im Vergleich zum Vorjahr. Hier lag das bisherige Maximum im Jahr 2009 mit über tausend privaten Konkursen.

Über 70% der Pleitenunternehmen kommen aus der Kategorie mit dem niedrigsten Umsatzvolumen bis zwei Millionen Euro. In Katalonien, Madrid, Valencia und Andalusien gab es die meisten Firmenpleiten, auf den Balearen, wo die Zahl sogar leicht rückläufig war, die wenigsten.




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