Prinz-von-Asturien-Preise 2006 verliehen


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In diesem Jahr feiern die spanischen „Nobelpreise“ 25. Jubiläum

Zum 25. Mal überreichte Spaniens Kronprinz Felipe de Borbón am 20. Oktober in der asturischen Hauptstadt Oviedo die nach ihm benannten Prinz-von-Asturien-Preise.

Oviedo – In seiner Ansprache warf der spanische Thronfolger dann auch einen Blick zurück auf die letzten 25 Jahre, in denen die Preise Jahr für Jahr an internationalem Ansehen und Bedeutung gewonnen haben. Schwerpunkt seiner ungewöhnlich gefühlsgeladenen Rede war jedoch ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft, „ein wunderbares Abenteuer, ähnlich dem, das Don Quijote einst dazu bewegte sich in die lichte und karge Landschaft von La Mancha aufzumachen, um die nobelsten aller Ideale zu verwirklichen“.

Insgesamt dauerte die Zeremonie im Campoamor-Theater, an der auch Königin Sofía und Prinzessin Letizia teilnahmen, anderthalb Stunden. Höhepunkt war natürlich die Übergabe der Preise, die alljährlich in acht Sparten vergeben werden und mit 50.000 Euro sowie einer von Joan Miró entworfenen Statue dotiert sind.

Besonders herzlichen Applaus ernteten der spanische Kultregisseur Pedro Almodóvar, der in diesem Jahr den Preis in der Kategorie Kunst erhielt, und die spanische Basketball-Nationalmannschaft, die in der Sparte Sport ausgezeichnet wurde. Besonders applaudiert wurde, als das Team bekannt gab, dass es die 50.000 Euro dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen spenden will. Unicef erhielt in diesem Jahr den Preis für Eintracht und Völkerverständigung.

Der Preis für Literatur ging an den US-Schriftsteller und Filmemacher Paul Auster, dessen Rede mit besonderer Begeisterung aufgenommen wurde. In der Kategorie Wissenschaft wurde der spanische Physiker Juan Ignacio Cirac ausgezeichnet, der seit 2001 geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Innsbruck ist. In der Sparte Kommunikation und Geisteswissenschaften wurde die National Geographic Society geehrt und der Preis für Internationale Zusammenarbeit ging an die Bill Gates-Stiftung.

Der Preis für Sozialwissenschaften ging schließlich erstmalig an eine Frau, nämlich an die frühere irische Staatspräsidentin Mary Robinson.




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