Mehr tödliche Unfälle an Ostern


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Opfervereinigung fordert bessere Verkehrserziehung

Die Nationale Vereinigung der Opfer von Verkehrsunfällen DIA forderte dieser Tage die Regierung auf, „die dramatische Anzahl der über die Osterfeiertage tödlich verunglückten Verkehrsopfer nicht weiter zu verharmlosen“. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl derjenigen, die auf den spanischen Straßen ums Leben kamen, um 24% auf 41 Personen.

In einer öffentlichen Mitteilung kritisierte Francisco Canes, Präsident von DIA, das Innenministerium habe den bedeutenden Anstieg der tödlichen Verkehrsopfer zu Ostern auf den schweren Busunfall bei Tarragona zurückgeführt, bei dem 13 Erasmus-Studenten ums Leben kamen. Dabei handele es sich jedoch um keinen auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführenden Unfall (derzeit wird davon ausgegangen, dass ein Sekundenschlaf des Fahrers die tödliche Tragödie verursacht hat). Canes verlangte von der Regierung, Maßnahmen zur Sensibilisierung und Erziehung der Bevölkerung in Sachen Verkehrssicherheit zu ergreifen.

Es könne nicht angehen, dass anhand der Bußgelder nur Angst und Verärgerung hervorgerufen würden. Es müsse vielmehr darum gehen, die Fahrzeugführer zu erziehen und ihnen dabei zu helfen, bestimmte Verhaltensweisen am Steuer zu ändern. 

Konkret forderte der Vertreter der Verkehrsopfer, per Gesetz zum Anschnallen mit dem Sicherheitsgurt in Bussen zu verpflichten und dass der Staat endlich seiner Verpflichtung zur Ausbesserung und Instandhaltung der Straßen nachkomme. 




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