Marokko schlägt versöhnlicheren Ton an


Polemik um Königsbesuch in Ceuta und Melilla

Die Spannung, die zwischen Spanien und Marokko entstanden ist, nachdem König Juan Carlos und Königin Sofía am 5. und 6. November erstmalig die beiden spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla besuchten, klingt langsam aber sicher wieder ab.

Rabat/Madrid – Zwar wurde Omar Azziman, der marokkanische Botschafter, den Rabat aus Protest bereits vor der Reise des Königspaars aus Spanien abgezogen hatte, noch nicht an seinen Posten nach Madrid zurückgeschickt, und auch König Mohammed VI. hat auf offizieller Ebene noch keinen versöhnlicheren Ton angeschlagen. Dennoch sind erste Gesten in Richtung Versöhnungsbereitschaft knapp zwei Wochen nach dem Königsbesuch deutlich auszumachen. So erklärte der marok­kanische Regierungssprecher Khadlid Naciri am 15. November beispielsweise: „Wir hoffen, dass unsere spanischen Freunde Hand in Hand mit uns arbeiten, um diese Krise zu überwinden.“ Der Botschafter werde nach Madrid zurückkehren, sobald „unsere Beziehungen wieder bereinigt sind“, meinte Naciri weiter und fügte hinzu, er hoffe, das geschehe möglichst bald.




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