Kanarische Wurzeln auf Kuba und in den USA


Fernando Clavijo mit Nachfahren kanarischer Siedler in San Bernardo County Foto: Gob Can

Kanarenpräsident Fernando Clavijo traf sich mit Nachfahren kanarischer Siedler

Havanna/New Orleans/San Antonio – Kanarenpräsident Fernando Clavijo hat Mitte Juni zuerst Kuba besucht, um sich dann dem spanischen Königspaar auf seiner USA-Reise anzuschließen. Dabei zog es Clavijo insbesondere in das San Bernardo County bei New Orleans (Louisiana) und nach San Antonio (Texas), die von Canarios gegründet wurden und wo heute noch die Nachfahren die kanarischen Traditionen hochhalten und pflegen.

Auf Kuba traf sich Clavijo mit dem Wirtschaftsminister des Landes, Ricardo Cabrisas Ruiz, um ihm die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit anzubieten. Demnach seien die Kanarischen Inseln interessiert, ihre Kenntnisse und Erfahrungen in Sachen Tourismus, Klimawandel, technologische Entwicklung, Erneuerbare Ener­gien, Umwelt und Landwirtschaft zu teilen. Fernando Clavijo erklärte, für die kanarischen Unternehmen gäbe es auf Kuba gute Geschäftsmöglichkeiten in diesen Bereichen und insbesondere im Tourismus und im Transportwesen. Es wurde vereinbart, sich in Kürze bei einem bilateralen Treffen über die zukünftigen Möglichkeiten auszutauschen.

Nach weniger als 24 Stunden reiste Clavijo, begleitet vom kanarischen Auslandsbeauftragten Luis Padilla, in die USA, wo er sich dem Königspaar und Außenminister Josep Borrell anschloss. Das erste Ziel war New Orleans, wo Clavijo am offiziellen Empfang für Felipe VI. und Letizia seitens der Bürgermeisterin LaToya Cantrell und John Bel Edwards, Gouverneur von Louisiana, sowie dem anschließenden Mittagessen zu Ehren des Königspaares und in Anwesenheit von 140 ausgewählten Persönlichkeiten der Stadt teilnahm. Die spanische Delegation besuchte außerdem eine Ausstellung über den Einfluss der spanischen Siedler.

Fernando Clavijo besuchte auch das von kanarischen Siedlern Ende des 18. Jahrhunderts gegründete San Bernardo County (Louisiana war im 18. Jh. kurzzeitig von Spanien besetzt) und die Nachfahren der damaligen Einwanderer. Im liebevoll eingerichteten Museum, das mit typischen kanarischen Gegenständen an die Herkunft der Pérez, López und Acosta erinnert, tauschte sich Clavijo mit den Nachkommen aus.

Das nächste Ziel der Reise hieß San Antonio. Die in Texas gelegene Stadt wurde von Canarios gegründet, ist Partnerstadt von Santa Cruz und Las Palmas und feiert in diesem Jahr 300-jähriges Jubiläum. Hier wird die kanarische Tradition ebenfalls hochgehalten. Clavijo kündigte für dieses Jahr die Einrichtung des Postens eines kanarischen „Botschafters“ in der Zweigstelle der spanischen Handelskammer in San Antonio an, der die Inseln und ihr Investitionspotenzial in den USA bekannt machen soll.




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