Immigration – größte Sorge der Spanier


Die Angst vor dem Terrorismus ist hingegen drastisch gesunken

Die durch den beginnenden Friedensprozess im Baskenland erstmals spürbare Möglichkeit auf ein Ende des ETA-Terrors macht sich nun auch auf der Sorgenliste der Spanier bemerkbar.

Madrid – Zum ersten Mal seit langem steht nämlich nicht der Terrorismus an erster Stelle und auch die Arbeitslosigkeit bereitet den Spaniern nicht mehr so große Sorgen wie bisher. An deren Stelle ist jetzt erstmalig in der Geschichte Spaniens die Immigration gerückt. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CIS sahen demnach im September 59,2% der Befragten in der Immigration eines der größten Probleme des heutigen Spaniens. Ein historischer Höchststand, der eindeutig durch die massive Einwanderungswelle illegaler Immigranten in diesem Sommer bewirkt wurde, denn im Juli lag diese Quote noch bei 38%.

Das Problem des ETA-Terrorismus gaben hingegen im September nur 18% der Befragten als ihre Hauptsorge an (im Juli lag diese Quote bei 22,8%).




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