Gewerkschaften fordern Ende der Sparmaßnahmen und Stärkung des Arbeitnehmerschutzes


Die Generalsekretäre der Gewerkschaften CC.OO. und UGT, Unai Sordo (l.) bzw. Pepe Álvarez, gaben auf einer Pressekonferenz ihre Forderungen an eine neue Regierung bekannt. FOTO: EFE

Madrid – Die Gewerkschaften Comisiones Obreras (CC.OO.) und Unión General de Trabajadores (UGT) erklärten es für eine absolute Notwendigkeit, eine fortschrittliche Regierung zu bilden und die während der Krise beschlossenen Sparmaßnahmen aufzuheben.
Unai Sordo, Generalsekretär von CC.OO., wies auf den Mangel an konkreten Maßnahmen bei der Einigung zwischen PSOE und Unidas Podemos hin. Es handele sich um einen Katalog der guten Absichten, mehr nicht, so Sordo. Die Gewerkschaftsvertreter hoffen, dass die Oppositionsparteien verantwortungsbewusst handeln und das Zustandekommen der neuen Regierung nicht blockieren.
Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz forderten die Gewerkschaftssprecher von der zukünftigen Regierung die Reform des Steuerrechtes, die Stärkung des Finanzamtes im Kampf gegen Schwarzarbeit, Betrug und Steuerhinterziehung sowie die Ergreifung von Maßnahmen gegen die Technologie-Konzerne mit niedriger Besteuerung.
Sordo und Álvarez kündigten spanienweite Demonstrationen für den 27. November an, um gegen die Entscheidung des Verfassungsgerichts, welches Kündigungen trotz Krankschreibung bei Überschreiten einer bestimmten Zahl von Fehltagen rechtfertigte (das Wochenblatt berichtete), zu protestieren. Dieses Urteil habe das Fass zum Überlaufen gebracht, so Álvarez.

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