ETA-Mord an zwei Polizisten vermutlich aufgeklärt


Nach der Verhaftung eines weiteren Verantwortlichen der baskischen Terrorgruppe ETA, Mikel Carrera Sarobe, genannt „Ata“, im französischen Bayonne, verdichten sich die Hinweise, dass dieser für den Mord an den zwei Guardia-Civil-Agenten Fernando Trapero und Raúl Centeno am 1.9.2007 in Capbreton mitverantwortlich ist.

Die unbewaffneten Polizisten wurden aus nächster Nähe durch Genickschüsse geradezu hingerichtet. Überführt werden konnte „Ata“ durch den genetischen Vergleich von Spuren, die am Tatort gefunden wurden. „Nun können wir sagen, dass Ata in Capbreton war, und jetzt bleibt uns nur noch, genau herauszufinden, welche Rolle er bei diesem schrecklichen Mord spielte“, sagte der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba.

Dieser Mord konnte nach Meinung der Behörden nur von einem führenden Mitglied der Organisation veranlasst worden sein. Hauptverdächtiger war zunächst der Vorgänger Atas, Garikoitz Aspiazu, genannt „Txeroki“. Er hatte sich vor zwei ETA-Mitgliedern damit gebrüstet, den Tod der Polizisten befohlen zu haben. Aber außer einem von 122 Fingerabdrücken im Fluchtfahrzeug deutete nichts auf seine Anwesenheit am Tatort hin. Andererseits gab es dort eine genetische Probe, die zunächst niemandem zugeordnet werden konnte. Sie wurde nach der Verhaftung Atas sofort mit dessen Gensequenz verglichen, und das Ergebnis war positiv.

Aus Kreisen der Guardia Civil verlautete, dass man Ata dort schon lange in Verdacht hatte. Ein Verdacht, der sich nun bestätigte.




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