ETA-Anschlag in Bilbao


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Nach der Verhaftung der Batasuna-Führungsriege

Am 9. Oktober, zwei Tage, nachdem Untersuchungsrichter Baltasar Garzón Haftbefehl gegen 17 Vorstandsmitglieder der radikalen Baskenpartei Batasuna erlassen hat, reagierte die baskische Terrororganisation ETA mit einem Autobombenanschlag in Bilbao.

Bilbao – Die Vorgehensweise der Terroristen ließ diesmal keinen Zweifel daran, dass ihr klarer Vorsatz die Ermordung von mindestens einem Menschen war. Demnach informierte beispielsweise vor dem Anschlag nicht wie sonst üblich ein anonymer Anrufer über den Ort und ungefähren Zeitpunkt der Bombenexplosion.

Der Sprengkörper, eine mit knapp einem Kilo Sprengstoff präparierte Haftbombe, war am Dienstauto eines Mitglieds der Sicherheitseskorte von Juan Carlos Domingo, sozialistischer Stadtrat in Galdakao (Vizcaya), angebracht. Dieser befand sich zum Zeitpunkt der Explosion jedoch nicht in dem Fahrzeug, wohl aber sein Leibwächter, der 36-jährige Gabriel Ginés. Mit schweren Verbrennungen an einer Hand und im Gesicht gelang es ihm, sich alleine aus dem brennenden Auto zu hieven und in eine nahe gelegene Bar zu retten.

Sprengstoff-Raub in Frankreich

Vier ETA-Terroristen stahlen am 11. Oktober in einer Fabrik im Südosten Frankreichs eine große Menge der Chemikalie Nithromethan. Glücklicherweise handelte es sich dabei um stark verdünntes Nithromethan, denn im hochkonzentrierten Zustand kann es perfekt zum Bombenbau verwendet werden. Der Container mit purem Nithromethan, auf den es die Diebe eigentlich abgesehen hatten, war zu schwer zum Wegtragen.




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