Erster offizieller Auftritt der Kronprinzessin


Foto: EFE

Mit einem Besuch im Fürstentum Asturien begann Thronfolgerin Leonor ihre Agenda offizieller Akte

Cangas de Onís – Die spanische Thronfolgerin, die 12-jährige Prinzessin Leonor, erlebte am zweiten Septemberwochenende ihren ersten großen offiziellen Akt außerhalb des Palastes. Sie begleitete ihre Eltern, das spanische Königspaar, zu den Festlichkeiten des Fürstentums Asturias, die im Heiligtum von Covadonga begangen wurden. Es war die erste offizielle Reise der jungen Prinzessin, doch auch ihre jüngere Schwester, die Infantin Sofía, war mit dabei. Das Königshaus hatte jedoch darauf Wert gelegt, dass die Prinzessin nicht allzu sehr dem öffentlichen Interesse ausgesetzt war. Es gab keine offiziellen Reden außerhalb des Wallfahrtsorts Covadonga, der für die Festlichkeiten vorgesehen war. Leonor soll auch in den kommenden Jahren weiterhin ein relativ diskretes Leben führen.

Der Besuch der Königsfamilie galt den Feierlichkeiten anlässlich des 1.300-jährigen Bestehens des Reichs von Asturias. Außerdem jährte sich zum hundertsten Mal die Krönung der Muttergottes von Covadonga und die Erklärung dieser Zone zum Nationalpark. Die Festlichkeiten hatten einen überwiegend religiösen Charakter und begannen mit einem Besuch in der Grotte des Heiligtums, wo die Königin, Prinzessin Leonor und Infantin Sofía mit Medaillons der Gottesmutter beschenkt wurden. Nach einem Gottesdienst in der Basilika folgte ein Blumenopfer an der Statue von Don Pelayo, dem ersten König Asturiens im 8. Jahrhundert, der als Symbolfigur für die Rückkehr des Christentums während der muslimischen Epoche Spaniens gilt.

Dieser erste offizielle Akt sollte jedoch nicht bedeuten, dass sie nun voll an dem öffentlichen Leben des Königspaares teilhaben werde. Mit ihrem jungen Alter von 12 Jahren habe sie nun ein gewisses Gewicht im Programm der Monarchie, doch sollen ihre öffentlichen Auftritte weiterhin sporadisch bleiben und nach und nach zunehmen, verlautete aus dem Königshaus.

In Cangas de Onís, in dessen Gemeindebezirk das Heiligtum von Covadonga liegt, hatten sich zahlreiche Würdenträger und Politiker eingefunden. Darunter der Landwirtschaftsminister Luis Planas, Regionalpräsident Javier Fernández, fünf seiner Amtsvorgänger, sowie fünf Erzbischöfe und fünf Bischöfe. Einer von ihnen, der Erzbischof von Oviedo, Jesús Sanz, der auch den Gottesdienst zelebriert hatte, war der einzige der anwesenden Gäste, der eine offizielle Rede hielt. Er bezog sich auf die historische christliche Rückeroberung Asturiens und unterstrich, dass die Rückeroberung heute auf einem anderen Kampfplatz stattfinden müsse. Der Erzbischof erwähnte die große Verantwortung des Königs „in diesen delikaten Zeiten“, ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen. Die Königsfamilie wurde von den Gästen und dem Publikum begeistert gefeiert, im Gegensatz zu Auftritten in anderen Regionen, insbesondere in Katalonien. Im gleichen Szenario von Covadonga war König Felipe 1977 der Titel Prinz von Asturien verliehen worden der innerhalb des spanischen Adels seit 1388 existiert.

Ihren Abschluss fand die Reise der Königsfamilie auf einem der Gipfel des Gebirges „Picos de Europa“ dem Sohornín, wo das Aussichtsplateau „Mirador de la Princesa de Asturias“ zu Ehren der Prinzessin eröffnet wurde. Um die Bevorzugung einer seiner Töchter zu vermeiden, schlug König Felipe den Verantwortlichen vor, auch einen Aussichtspunkt nach der Infantin Sofía zu benennen.

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