Empfänger sollen Überweisungsgebühren mittragen


Die Banco de España will eine entsprechende Änderung der Banktarife genehmigen

Die spanische Notenbank will in Kürze die Erhebung von Überweisungsgebühren für den Empfänger genehmigen. Die Geldinstitute können diese für Überweisungen verlangen, bei denen der Auftraggeber angibt, dass die Überweisungskosten mit dem Empfänger geteilt werden sollen.

Madrid – Die Banco de España hat dabei vereinbart, dass Überweisungen von Gehältern, Renten bzw. jeglichen anderen sozialen Leistungen sowie Steuerrückzahlungen und ähnliche Geldvorgänge von der Änderung ausgenommen sind.

Scheinbar leistet die spanische Notenbank damit dem Antrag verschiedener Finanzinstitute Folge, die damit erreichen wollen, dass die Auftraggeber nur noch die Überweisungskosten ihrer eigenen Bank tragen müssen, nicht mehr aber die des Geldinstituts des Empfängers.

Einzige Auflage dabei soll sein, dass der Gesamtbetrag der geteilten Gebühren nicht den Betrag übersteigen darf, der bislang für Überweisungsgebühren erhoben wurde, die nur der Auftragsteller zu zahlen hatte. Des Weiteren wird den Geldinstituten, die diese Änderung in ihre Tarifliste aufnehmen wollen geraten, eine feste Überweisungsgebühr festzulegen und sie nicht prozentual an den zu überweisenden Betrag zu koppeln. Damit soll sichergestellt werden, dass der Grund für diese Gebühr von den Kunden verstanden wird, also die Bezahlung einer Serviceleistung. Außerdem ist die festgelegte nur eine Maximalrichtlinie, so dass den Kunden die Verhandlung mit den Geldinstituten freisteht.




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