Die Kriminalität ist im ersten Quartal erneut zurückgegangen


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Die Tötungsdelikte haben zugenommen

Die Kriminalität ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4% zurückgegangen, wie aus einer entsprechenden Studie des Innenministeriums von Anfang Mai hervorgeht.

Madrid – Demnach wurden in Spanien zwischen Jahresanfang und Ende März insgesamt 515.315 Verbrechen und Vergehen verübt; 2013 waren es noch 537.223. Damit ist die Kriminalitätsrate um 0,5 auf 45,6 Gesetzesverstöße pro 1.000 Einwohner gesunken.

Leider wird diese erfreuliche Nachricht von der Tatsache getrübt, dass in den drei ersten Monaten des Jahres 86 Tötungsdelikte verzeichnet wurden – sieben mehr als im ersten Quartal des Vorjahres.

Trotz dieses Anstieges wurde durch das Innenministerium versichert, dass die Gewaltdelikte um 14% zurückgegangen seien. Bei Raub unter Anwendung von Gewalt, soll sich die Zahl sogar um fast 17% verringert haben.

Das Innenministerium hat die entsprechende Studie anhand der Daten der staatlichen Sicherheitskräfte, der autonomen Regionen und der lokalen Polizeikörper erstellt.

Zur Kriminalität in Spanien hatte Innenminister Jorge Fernández Díaz zum letzten Mal am 29. Januar bei der Vorstellung des Jahresberichtes für 2013 Stellung genommen. Dabei ging Fernández Díaz insbesondere auf die Zunahme der häuslichen Gewalt im vergangenen Jahr ein, denn 2013 stiegen diese Delikte um über 1%, die Tötungsdelikte sogar um 3%.

Insgesamt wird seit 2002 ein langsamer Rückgang der Kriminalität verzeichnet.




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