Die Kreditgeschäfte überschreiten erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze


Der Kreditkartengebrauch bricht alle Rekorde

Immer öfter wird mit Kredit- oder Debitkarten bezahlt. Im vergangenen Jahr verwendeten die Spanier über 2,5 Milliarden Mal ihre „Kärtchen“ als Zahlungsmittel.

Diese Zahlen haben aber nicht nur mit dem absehbaren Ende der Finanzkrise und dem Anstieg des Konsums zu tun, sondern auch mit der Änderung der Gewohnheiten. 

2014 ist, nach Angaben der spanischen Nationalbank, der Gebrauch von Kredit- oder Debitkarten um 8,5  Prozent gestiegen. Im Schnitt wurden 42,30 Euro bei jeder Transaktion mit der Karte gezahlt. Dieser relativ geringe Betrag deutet laut den Experten darauf hin, dass ständig mehr Menschen von der Bargeldzahlung absehen und ihre Karten benutzen. Die Verringerung der Vermittlungsgebühren trägt ebenfalls dazu bei.

Auch von den Geldautomaten wird wieder mehr Bargeld abgehoben. Im letzen Jahr waren es 111 Milliarden Euro. Dieser Betrag liegt allerdings noch 5 Milliarden Euro unter der Summe, die die Spanier vor der Finanzkrise im Jahr 2008 aus den Automaten zogen.

Beim Besuch des Geldautomaten heben die Bankkunden im Durchschnitt 123 Euro ab, zwei Euro mehr als im Vorjahr. Diesen Anstieg erklären die Banken damit, dass sich in den letzten sieben Jahren die Anzahl der Geldautomaten durch den Zusammenschluss mehrerer Banken um 11.273 verringert hat.

In den letzten Jahren war in vielen Geschäften das Zahlen mit Kreditkarten nicht mehr möglich, doch hat sich das 2014 geändert. Nun ist in Millionen Unternehmen bargeldloses Zahlen möglich.

Obwohl drei Prozent weniger Kreditkarten im Umlauf sind, wurden mehr Käufe als im Vorjahr auf diesem Wege getätigt. Im Jahr 2014 waren in Spanien 43,2 Millionen Kreditkarten und 24,4 Millionen Debitkarten in Gebrauch. Insgesamt 67,6 Millionen Kärtchen für 46,7 Millionen spanische Bürger.




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