Der König schenkte dem Staat zwei Ferraris


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Die Luxuskarossen stehen im Zarzuela-Palast

Im vergangenen Jahr erhielt König Juan Carlos zwei Ferraris im Wert von 500.000 Euro vom Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Rashid al Maktoum, geschenkt, als er das Scheichtum besuchte.

Madrid – Im November hatte dort eine Themen-Messe des Hauses Ferrari stattgefunden, bei welcher der Monarch zu Gast war. Das Geschenk traf in Spanien ein, nachdem der König in Abu Dhabi als Zuschauer das vorletzte Rennen der Formel 1 besucht hatte, bei dem Fernando Alonso den zweiten Platz erreichte.

Wie ein Sprecher des Königshauses mitteilte, sind die beiden Boliden bereits Ende letzten Jahres dem Staatsvermögen übergeben worden, doch stehen sie nach wie vor unbenutzt in der Garage der königlichen Residenz La Zarzuela in Madrid und warten auf ihre Bestimmung. Wie es heißt, ist die Schaffung eines Museums für Autos mit Geschichte geplant, wo auch die diversen Fahrzeuge gezeigt werden sollen, die der ehemalige Staatschef General Franco sowie andere Persönlichkeiten der jüngeren spanischen Geschichte benutzt haben.

Vor Jahren hat König Juan Carlos ein weitaus wertvolleres Geschenk erhalten, das er ebenfalls dem Staatseigentum zugeführt hat: König Hussein von Jordanien schenkte ihm die Residenz La Mareta auf Lanzarote. Der jordanische Herrscher hatte sich das herrliche Anwesen von dem bekannten Künstler der Insel, César Manrique, entwerfen und errichten lassen und es dann der spanischen Königsfamilie geschenkt. La Mareta wird inzwischen von Mitgliedern der Königsfamilie und spanischen Regierungschefs als Urlaubsdomizil benutzt.

Wie der Sprecher des Königshauses berichtete, verfügt der Zarzuela-Palast über 72 Fahrzeuge, zwölf stehen der Königsfamilie zur Verfügung, neun den hohen Verwaltungsbeamten, zehn den Direktoren, 34 sind  Notfallwagen und sieben stehen für das Servicepersonal zur Verfügung. Von den genannten 72 Autos sind 14 gepanzert, darunter die Mercedes-Limousinen des Königspaares, des Kronprinzenpaares und des Protokollchefs. Diese Autos haben durchschnittlich 120.000 km auf dem Tacho und sind bis zu acht Jahre alt.




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