Den ersten Fluglotsen entlassen


Wegen des wilden Streiks Ende letzten Jahres

AENA, das staatliche Unternehmen für Flugverkehr und Flughäfen, hat wegen des wilden Streiks der Fluglotsen zwischen dem 27. November und 3. Dezember letzten Jahres, der zu einem enormen Chaos im spanischen und europäischen Flugverkehr geführt hatte, erste Konsequenzen gezogen.

Madrid – iner der Lotsen aus dem Luftsicherungsbereich Santiago de Compostela wurde entlassen, zwei weitere nach Granada bzw. nach Almeria strafversetzt.

Sie hatten damals die Aufnahme des Dienstes mit der Begründung verweigert, dass ihre jährliche maximale Zahl an Arbeitsstunden bereits erreicht sei. Insgesamt wurden seinerzeit 29 Untersuchungen (gegen 17 Mitarbeiter) in dieser Zone eingeleitet. Vier besonders schwere Fälle wurden der Staatsanwaltschaft überstellt, gegen 22 Mitarbeiter diverse Sanktionen wie Gehaltskürzungen und zeitweiser Ausschluss vom Dienst verhängt.

Der Konflikt in Santiago im Zusammenhang mit der Zahl der jährlichen Dienststunden hatte schließlich dazu geführt, dass die Regierung ein königliches Dekret verabschiedete, welches die Zahl der Stunden auf maximal 1.670 festlegte, welche weder die Freistellung für Vaterschaft noch für Gewerkschaftsaufgaben enthalten.

Die Entscheidung über insgesamt 451 Untersuchungsakten, die von AENA im Zusammenhang mit den Zwischenfällen und dem wilden Streik vom 3. Dezember der Staatsanwaltschaft übergeben wurden, war am 25. April ausgesetzt worden. Gemäß einem Schiedsspruch des ehemaligen Arbeitsministers Manuel Pimentel beträgt die Zahl der jährlichen Dienststunden der Flugkontrolleure maximal 1.670.




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