Daten-Verwirrung beim Finanzamt


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Bei der Onlinepräsentation der Steuererklärung erschienen auf den Formularen einiger Nutzer die sensiblen Daten anderer Steuerzahler

Am ersten Tag der Frist zur Einreichung der Einkommensteuererklärung war der Ansturm auf die Onlinepräsentation des Finanzamtes (Agencia Tributaria) so groß, dass die Website zusammenbrach.

 Dabei kam es in „begrenzten Einzelfällen“, wie die Steuerbehörde einräumte, zu einer Vertauschung privater Daten. Bei der Sichtung der personalisierten Formulare mussten einige Nutzer feststellen, dass diese nicht mit den eigenen sondern mit den Angaben  von anderen Steuerzahlern ausgefüllt waren. 

Die Finanzbeamtengewerkschaft Gestha bezeichnete den Vorfall als äußerst schwerwiegend, da sensible Daten unter anderem bezüglich des Einkommens, der familiären Situation, möglicher Behinderungen oder Partei- und Gewerkschaftszugehörigkeit offengelegt wurden. 

Der Fehler trat nur auf, wenn durch den Nutzer die Funktion „Vorschau“ (Vista previa) aufgerufen wurde. Nachdem der Fehler entdeckt war, blockierte das Finanzamt diese Option. 

Laut Angaben der Agencia Tributaria gab es nur wenige Fälle von Datenvertauschung, und zwar nur dann, wenn zwei Nutzer des Programms genau in derselben Sekunde die Funktion „Vista previa“ aktivierten. Die IT-Fachleute arbeiten daran, die Vorschaufunktion schnellstmöglich wieder freizugeben. Doch auch ohne sie kann die Steuererklärung angesehen und eingereicht werden. 




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