Das Küstengesetz verlängert die Konzession für Sporthäfen


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Eine Forderung des Unternehmerverbandes

Die Sporthäfen an Spaniens Küsten können mit einer Verlängerung von weiteren 35 Jahren rechnen, wenn ihre Konzessionen ablaufen. Das sieht eine Eingabe der PP-Fraktion im Abgeordnetenkongress unter der Bezeichnung Projekt zur Reform des Küstengesetzes vor, über das in Kürze abgestimmt werden soll.

Madrid – Die Verlängerung der Konzessionen für große an der Küste gelegene Industriebetriebe, wie beispielsweise die umstrittene Papierfabrik von Ence bei Pontevedra wird zukünftig Kompetenz des Staates sein und nicht wie bislang der autonomen Verwaltungen, wie es zunächst in dem Projekt vorgesehen war. Die Regierung behält sich die Entscheidung über Fälle vor, die von großer sozialer Bedeutung sind und die bislang von den Regionalregierungen beansprucht wurden. Diese beiden wichtigen Punkte, die von der PP nachträglich in das Projekt eingefügt wurden, liegen auf derselben Linie wie die Forderungen auf Änderung, die vom spanischen Unternehmerverband CEOE gegen das ursprüngliche Küstengesetz aus dem Jahr 1988 vorgebracht worden sind.

Nachdem auf Betreiben des zuständigen Ministers Miguel Cañete die Vorschriften dieses Küstengesetzes in Bezug auf die in Strandzonen liegenden Wohnhäuser geändert wurden und ihnen eine Verlängerung der Konzession zwischen 30 und 60 Jahren zugesichert wurde (das Wochenblatt berichtete) hatte der Unternehmerverband CEOE im November letzten Jahres diese „Amnestie“ auch für die Sporthäfen verlangt. Die Unternehmer fordern, dass für alle Sporthäfen die gesamte Laufzeit ihrer Konzessionen von bisher maximal 30 Jahre auf 75 Jahre aufgestockt wird.

An den insgesamt 8.000 Kilometern der spanischen Küste befinden sich mehr als 350 Sporthäfen mit mehr als 125.000 Anlegeplätzen. Das ist der Website der Spanischen Föderation der Sporthäfen zu entnehmen. Die Eingabe der PP hat den Zweck, das Projekt in diesem Sinne zu ändern.




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