Bis zu 60 Mio. Euro Verluste durch Madrider Unglück


Spanair setzt Krisenplan mit Flugzeugstilllegungen und Massenentlassungen um

Der Verantwortliche des Bereichs Human Ressources bei Span­­­­air, Héctor Sandoval, hat nach einer Sitzung in Palma einen beachtlichen Buchungsrückgang seit Ende August eingeräumt.

Palma de Mallorca – Sandoval bestätigte, dass seit dem Unglück der MD-82 in Madrid erheblich weniger Tickets verkauft worden sind, was den Verlust bis Ende des Jahres auf 30 und schlimmstenfalls sogar 60 Millionen Euro anheben könne. Diese Entwicklung bedeute noch größere Schwierigkeiten für die Erholung der Fluggesellschaft, stellte er fest.

Auch andere Sprecher der Fluggesellschaft unterstrichen, dass die Umsetzung des Krisenplans für Spanair nach dem Unglück auf dem Madrider Flughafen „angesichts der enormen Auswirkungen auf die Finanzen nun dringender denn je ist.“

Nach diesem Krisenplan wurden bereits am 15. September sieben Flugzeuge der Airline aus dem Verkehr gezogen. Am 1. Oktober sollen weitere drei und am 25. Oktober vier Maschinen stillgelegt werden. Außerdem wird es 1.200 Entlassungen geben. Die Entschädigungen, die den Mitarbeitern nach dem Verfahren für Massen­entlassungen zustehen, hält Span­air-Betriebsratschef Jordi Mauri nach eigenen Worten für „völlig unzureichend“.




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