Beziehungsdrama in Madrid: Feuermord an Tinerfeño


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In der Nacht auf den 12. September zündete „Paca“ ihre Wohnung in Madrid an und ließ ihren stark angetrunkenen Lebensgefährten zurück. Der schwer verbrannte Tinerfeño verstarb bei den Wiederbelebungsversuchen. Wenig später wurde die 46-Jährige in einen Verkehrsunfall verwickelt, verletzt ins Krankenhaus gebracht und kurz darauf festgenommen. Es ist ungeheuerlich und schockierend, was sich in der Nacht zum 12. September in Colmenar Viejo (Madrid) abspielte:

Humberto Pomar García aus Granadilla lebte bis vor einem Jahr in Madrid, doch als er seine Arbeitsstelle verlor, kehrte er nach Teneriffa zurück. Die Beziehung des 45-Jährigen zu seiner in Colmenar Viejo bei Madrid ansässigen Lebensgefährtin Paca litt unter der Entfernung. Am 11. September nahm Humberto einen Flug von Teneriffa Süd nach Madrid, um Paca zu besuchen. Die 46-Jährige holte ihn vom Flughafen ab und brachte ihn in ihre Wohnung. Scheinbar floss am Abend viel Alkohol, denn das Blut von Paca wies eine hohe Konzentration und darüber hinaus sogar Spuren von Betäubungsmitteln auf. Kurz nach Mitternacht leerte Paca vermutlich die zehn im Nachhinein gefundenen Kanister Benzin, zündete ihre Wohnung an und ließ den angetrunkenen und hilflosen Humberto zurück. Eine Explosion weckte die Nachbarn, kurz darauf schossen die Flammen in die Höhe.

Die Feuerwehr fand den bewusstlosen Humberto auf dem Boden liegend; mehr als 50% seines Körpers wiesen Verbrennungen zweiten und dritten Grades auf. Die Rettungskräfte versuchten ihn wiederzubeleben, doch die angestrengten Versuche blieben ohne Erfolg.

Nur wenige Minuten später ereignete sich auf der Autobahn A-1, 30 km von Colmenar Viejo entfernt, ein Autounfall. Pacas Flucht wurde jäh unterbrochen, als sie einen Lkw rammte. Ihr Auto überschlug sich mehrmals und sie blieb im Inneren verkeilt. Nachdem sie die Feuerwehr befreit hatte, wurde sie mit Prellungen ins Madrider Krankenhaus Gregorio Marañón gebracht. Beim Versuch, Familienangehörige von ihr ausfindig zu machen, wurde die Guardia Civil stutzig, denn genau bei ihrer Adresse hatte sich gerade ein Großfeuer ereignet. Beim Verhör erklärte Paca, nach einem heftigen Streit sei sie vor Humberto geflohen. Doch es gab mehrere Widersprüche in ihrer Aussage und auch die Eigenheiten des Feuers erschwerten den Verdacht gegen die Frau, die im Krankenzimmer verhaftet und unter Arrest gestellt wurde. Ihr werden Mord, Brandstiftung, unterlassene Hilfeleistung und Verstoß gegen die Verkehrssicherheit vorgeworfen.




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