Arbeitslosigkeit – größte Sorge der Spanier


Vertrauensverlust in die politische Klasse wird immer deutlicher

Der Vertrauensverlust der Spanier in ihre Politiker wird immer deutlicher. Das hat auch das jüngste Stimmungsbarometer gezeigt, das das Meinungsforschungszentrum CIS in regelmäßigen Abständen erstellt.

Madrid – Demnach belegen der Vertrauensverlust und die Enttäuschung über die Vorgehensweise der politischen Klasse und der Parteien inzwischen den dritten Platz auf der Sorgenliste der Spanier. 66,8% der Befragten gaben im Mai an, ganz allgemein sei es um die Lage der Politik in Spanien „schlecht“ oder sogar „sehr schlecht“ bestellt, während nur 2% sie für „gut“ oder nur 0,2% sogar als „sehr gut“ bezeichnen.

73,5% der befragten Bürger geben weiter an, sie seien der Meinung, dass sich die Lage im Laufe des nächsten Jahres kaum zum Besseren ändern werde.

Weiterhin an erster Stelle der Sorgenliste der Spanier liegt die Angst vor der Arbeitslosigkeit, die inzwischen 84,1% der Befragten als ihre schlimmste Befürchtung einstufen. Damit wurde ein absoluter Rekordwert erreicht, noch nie zuvor war die Angst vor dem Verlust des Jobs so groß bei den Spaniern. Auf diese Angst folgt an zweiter Stelle mit 46,6% der Stimmen die Sorge vor den Folgen der Wirtschaftskrise.

Neu genannt wurde bei der Umfrage im Mai übrigens die Sorge um Atomenergie. Zwei Monate nach dem Tsunami in Japan und den verheerenden Folgen für das Kernkraftwerk von Fukushima sind plötzlich 45% der Spanier dafür, dass die hiesigen Reaktoren geschlossen werden und 47% gaben an, dass keine weiteren gebaut werden sollten. Nur 6,3% sind dafür, dass die Laufzeit der bestehenden Kraftwerke verlängert und weitere gebaut werden sollten.




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