125 Explosivkörper aus dem Bürgerkrieg gesprengt


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Eines der größten bisher entdeckten Munitionsarsenale lagerte in einer ländlichen Finca

In einer Finca bei Teruel im Nordosten Spaniens lagerte seit dem Bürgerkrieg ein großes Arsenal an Geschossen. Erst jetzt hat der Eigentümer des Geländes die Existenz der Munition bei der Guardia Civil gemeldet.

Teruel – Sprengstoffexperten sicherten sofort die Lagerstätte und fanden insgesamt 125 geladene Explosivkörper, darunter 32 Handgranaten, 13 Mörsergranaten, 60 Geschosse verschiedener Kaliber und 20 Zünder. Es handelt sich um eines der größten Munitionslager, die bisher in Spanien gefunden wurden.

Die Munition wurde in einen geeigneten Steinbruch bei Teruel verbracht und durch die Sprengstoffspezialisten der GEDEX-Gruppe aus Zaragoza durch kontrollierte Sprengung zerstört. Die Explosionen waren viele Kilometer weit bis in die Provinzhauptstadt zu hören. Allein in der Provinz Teruel wurden der Guardia Civil bisher über hundert Munitionsfunde gemeldet und 212 Sprengkörper beider Bürgerkriegsparteien unschädlich gemacht, darüber hinaus 100 Zünder und 50 Kilo Sprengstoff.

Die Polizei warnt davor, Funde dieser Art anzufassen oder gar zu transportieren und empfiehlt, diese der Polizei zu melden. Andererseits solle man in einem solchen Fall Ruhe bewahren, da das Material normalerweise nicht von selbst explodieren würde, wenn es nicht bewegt oder dem Feuer ausgesetzt werde.




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