Rückblick: Ausgabe vom 21. Oktober 1988


Foto: WB

Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Vier große Projekte sollen Puerto de la Cruz attraktiver machen, berichteten wir auf der ersten Seite unserer Ausgabe vom 21. Oktober 1988. Der damalige Bürgermeister Felix Real hatte im Rahmen einer Pressekonferenz die Anlage eines Meeresparks, eines Rathausplatzes, eines Olympiastadions sowie die Neugestaltung der Plaza del Charco in Aussicht gestellt. Heute, dreißig Jahre später, sind zwei dieser Projekte nach wie vor ein Wunschtraum geblieben. Weder der Meerespark noch das olympische Stadion sind jemals Wirklichkeit geworden, während der Rathausplatz, die heutige Plaza de Europa, schmucklos und ohne Flair, nur gelegentlich als Veranstaltungsort dient und wegen fehlender Pflege an allen Ecken Schäden aufweist. Das bezieht sich vor allem auf die darunter befindliche Tiefgarage, die sich bei jedem größeren Regen in eine „Dusche“ für die dort abgestellten Autos verwandelt.

Die Neugestaltung der Plaza del Charco, offenbar ein Experiment der Architekten, hat nie die Zustimmung der Bevölkerung gefunden. Sie passt sich nicht dem Fischerdorfcharakter der Altstadt von Puerto an. Außerdem fällt auch hier die fehlende Pflege und Instandhaltung ins Auge, was von den Besuchern immer wieder kritisiert wird.

Vor einigen Jahren hatten die Stadtväter wieder eine „Neugestaltung“ der Plaza angekündigt. Die hohe Verschuldung, unter der die Gemeinde viele Jahre zu leiden hatte, hat aber auch diese Pläne zunichtegemacht.

In unserer Ausgabe vom 21. Oktober 1988 berichteten wir über die hochfliegenden Pläne verschiedener kanarischer Touristik-Gemeinden auf Lanzarote und Teneriffa. Allen voran Puerto de la Cruz, wo sage und schreibe vier Großprojekte realisiert werden sollten, von denen zwei noch heute auf der Wunschliste der Stadtväter stehen.

Die Nachricht: Vier große Projekte sollen Puerto de la Cruz attraktiver machen

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte der Bürgermeister von Puerto de la Cruz, Felix Real, kürzlich vier große Projekte vor, die dazu beitragen sollen, die Touristenstadt für Einwohner und Besucher noch attraktiver zu machen. Das anspruchsvollste und daher auch kostspieligste Projekt ist zweifellos der Parque Marítimo, der Meerespark, der am Hafen entstehen soll. Weiterhin geht es um die Neugestaltung  der Plaza del Charco, wo wieder ein Gartencafé entstehen soll, das die einstige Bar Dinamico ersetzen wird. Rund achtzig Millionen Peseten wird der neue Rathausplatz kosten, der dort gebaut wird, wo sich heute noch die traurigen Reste der ehemaligen Markthalle befinden. Nach den Plänen des Architekten Luis García Mesa soll eine Plaza mit Grünzonen und Ruhebänken entstehen, in deren Mitte sich ein touristisches Informationszentrum befinden wird. Im Tiefgeschoss sollen weitere Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Und das vierte Projekt: Im Stadtteil San Felipe, wo bereits ein Sportpavillon im Bau ist, soll eine große Sportanlage von olympischen Ausmaßen gebaut werden, mit Leichtathletik-Pisten, Tennisplätzen usw. Die entsprechenden Projekte wurden von den Stadtverordneten mit großer Mehrheit verabschiedet und zwar mit den Stimmen der konservativen Opposition und Stimmenthaltung der Unabhängigen (ATI).





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