PP-Chef Casado verlangt ein Abtreibungsverbot, um das Rentensystem zu retten


PP-Chef Pablo Casado bei der Haushaltsdebatte im Kongress. Foto: EFE

Provokative Sprüche

Bekanntlich will Pablo Casado, der neue Chef der PP, bei vielen Gesetzen zurück in das vergangene Jahrhundert. Das bezieht sich ganz besonders auf die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs. Da will er zu einem Gesetz zurückkehren, das im Jahr 1985 in Kraft getreten war. „Wenn wir die Renten finanzieren wollen, müssen wir daran denken, mehr Kinder zu bekommen und nicht sie abzutreiben“, lautet seine „logische“ Schlussfolgerung. Meist würden Schwan­gerschaften von Ehepaaren abgebrochen, die kein drittes Kind mehr wünschen, behauptet er. Das widerlegt jedoch die Statistik. Trotz der Lockerung der Bestimmungen in 2010 ging die Zahl der Abbrüche zurück. In der Mehrzahl sind es junge Frauen, die noch kein Kind haben und auch noch keines haben wollen, welche die Schwangerschaft abbrechen lassen. Er habe Präsident Sánchez nicht beleidigt, sondern lediglich eine Situation beschrieben, verteidigt sich Casado an anderer Stelle. Er hatte Pedro Sánchez unter anderem als unfähigen, wortbrüchigen, treulosen, nicht legitimierten Verräter bezeichnet




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