Papierausgabe des spanischen „Diccionario“ ist nicht mehr gefragt


Pedro Álvarez de Miranda (M.) und andere Vorstandsmitglieder der RAE. Foto: efe

Ladenhüter

Pedro Álvarez de Miranda, Vorstandsmitglied der Königlichen Akademie der Spanischen Sprache RAE, hat die Besorgnis dieser Institution über den schlechten Verkauf der 23. Ausgabe des „Diccionarios“, des Wörterbuchs der spanischen Sprache, zum Ausdruck gebracht. Seit 2014, als diese Ausgabe mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren herausgegeben wurde, liegen sie wie Steine in den Regalen der Buchhandlungen und im Lager des Verlags. Man habe sich bei der Kalkulation der Bestellung gewaltig verrechnet, klagte er, denn offenbar seien die Bürger eher daran interessiert, 99 Euro für die digitale Ausgabe zu investieren. Der mangelnde Verkauf mache sich auch bei den Finanzen der Akademie bemerkbar. Man sei schon dazu übergegangen, Exemplare an Schulen zu verschenken. An Spanischlehrer an der Elfenbeinküste seien 2.000 Stück verschenkt worden, und Ähnliches will man auch in anderen afrikanischen Staaten versuchen. Der Rest müsste dann leider eingestampft werden, klagte Pedro Álvarez de Miranda, der spanische Sprache an der Autonomen Universität in Madrid lehrt.





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