Wandern und entdecken

Die Naturwissenschaften kennen viele Sternstunden – Momente großer, richtungweisender Erkenntnisse. Meistens stehen sie eher am Ende eines Forschungsprozesses. Selten gab es sie als Aha-Erlebnis am Beginn der Untersuchungen. Das war beispielsweise der Fall, als James D. Watson, ein unbekannter und nach eigenem Bekunden eher unerfahrener Post-Doktorand mit selbstgefertigten Molekülmodellen aus Pappe spielte und dabei nicht nur die Struktur der Erbsubstanz DNA herausfand, sondern auch gleich ein zutreffendes Bild ihrer Funktionsweise entwarf. Der Nobelpreis war ihm sicher. Am 20. Juni 1799 gab es eine solche Sternstunde der Wissenschaft, als zwei junge reisende Wissenschaftler von La Laguna nach Puerto de la Cruz unterwegs waren. Der Nobelpreis wurde erst 1901 gestiftet. Da waren beide Forscher, Humboldt und Bonpland, schon seit mehr als 40 Jahren tot.

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960.000 Euro Schmerzensgeld

Fast genau neun Jahre nach dem Unglück in dem stillgelegten Wasserstollen Piedra de los Cochinos in den Bergen von Los Silos ist das Urteil des Obersten Kanarischen Gerichtshofs ergangen. Dieser sieht die Verantwortung für die Tragödie, bei der sechs Menschen ums Leben kamen, bei der Kanarischen Regierung und bei den Eigentümern des stillgelegten Grubenbaus. Die Regionalregierung wird zur Zahlung von 815.600 Euro an Schmerzensgeld verurteilt, die Eigentümergemeinschaft des Stollens muss 144.152 Euro zahlen.

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